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Preuschoft aus Bochum und Prof. Dazu wurden zwei- bis dreiwöchige Kurse für Biologie- und Medizinstudenten aus europäischen Ländern angeboten, deren Inhalt das breite Spektrum der primatologischen Arbeiten wiederspiegelte.

Auch könnten wir dazu uns ere logistischen Möglichkeiten ein setzen. Eckhard Heymann koordiniert. Etwas günstiger sieht es im Haushalt aus, der am Diese überproportionale Steigerung ist im wesentlichen der Veranschlagung der in beginnenden Sanierung des Tierhauses zuzuschreiben, für die 5,0 Mio DM vorgesehen sind.

Auch die für die Primatenhaltung dringend benötigten 2 Tier- DPZ -aktuell März , Seite 3 Die Klausurtagung wurde auch da für genutzt, die Mitarbeiter über neue forschungspolitische Entwicklungen und tierschutzrechtliche Bestimmungen zu informieren.

So hielt Frau Dr. Fischer-Kallmann oben von der Universität Göttingen ein en Vortrag über das 5. Rahmenprogramm der EU und die Antragsverfahren.

Bernd Sieslack von der Kreisveterinärbehörde unten. Vom schon legendären Geist von Volpriehausen beseelt, freut sich diese Kerntruppe aus der Tiermedizin und Primatenhaltung auf die zukünftige Entwicklung des Hauses.

DPZ -aktuell März , Seite 4 pflegerstellen wurden bewilligt - allerdings ohne ein en entsprechenden Mittelansatz.

Wenn dieser Haushalt Bestand hat und vor allem im Laufe des Haushaltsvollzuges nicht wieder Kürzungen oder nicht kalkulierte Kosten entstehen, ist er ein e gute Gr und lage, die Arbeit des DPZ erfolgreich fortzuführen.

H uns mann M. Lankeit von Gerhard H uns mann In der Zeit vom Die Philippine Veterinary Medical Association hatte mich zu ihrer Das Gelände entspricht der ehemaligen US Marinebase, die heute als Hotelzentrum und für die Ansiedlung internationaler Unternehmen genutzt wird.

Auf dem Gelände gibt es wenige permanente Unterkünfte für Menschen. Sie wohnen in der nahegelegenen Stadt Olongapo. Das Freihafengelände ist dicht bewaldet und von ein igen interessanten Spezies bewohnt.

Zu ihnen gehören Javanermakaken Abb. Die dortige virologische Abteilung, die von Frau Dr. Jährliche sterben auf den Philippinen etwa Menschen an dieser Virusinfektion.

Roland Estrada. Des weiteren hat sich diese Abteilung mit dem Ebola Reston Virus beschäftigt. Dieses Virus trat in ein er bestimmten Primatenzuchtstation der Philippinen auf und wurde mit importierten Tieren mehrfach in die USA exportiert.

Das natürliche Reservoir für dieses Virus ist nicht bekannt. Die Infektion wurde nur bei Affen aus diesem mittlerweile geschlossenen Zentrum beobachtet.

Das Virus kann in Affen ein e Krankheit hervorrufen, ob es auch für Menschen pathogen ist, ist nicht bekannt. Am folgenden Tag hatte ich Gelegenheit, das Affenkonditionierungszentrum Abb.

Das Zentrum wird von Herrn Dr. Noel Miranda geleitet. Diese Tiere werden von dem Zuchtzentrum Siconbrec bezogen und in der Konditionierungsstation für die Untersuchungen in den Laboratorien dieser Firma vorbereitet.

Die Station beherbergt etwa bis Tiere. Tupolano hat mich zu ein em Besuch des Siconbrec-Zentrums ein geladen. Interfakultäres Institut für Zellbiologie, Abt.

Immunologie, Eberhard-Karls-Universität, Tübingen , Das spezifische Imm uns ystem wird durch die T-Lymphozyten gesteuert. Die inflammatorischen T-Zellen produzieren Zytokine, die entweder direkt zur Entzündungsreaktion beitragen oder Effektorzellen wie z.

Makrophagen aktivieren. Die antigenen Peptide entstehen intrazellulär durch Proteolyse aus dem Ausgangsprot ein.

Die in den meisten somatischen Zellen exprimierten MHC-Klasse-I- -Moleküle werden mit Peptiden zytosolischen Ursprungs beladen; die nur auf ein igen spezialisierten antigenpräsentierenden Zellen wie Makrophagen, dendritischen Zellen und B-Zellen exprimierten.

Hoffmann, K. In dem Vortrag wurden die Änderungen im Nervensystem und im Verhalten für das visuomotorische System nach abnormaler frühkindlicher Seherfahrungen bei Katzen und Affen den neuroophthalmologischen Bef und en beim Menschen gegenübergestellt.

Dazu wurden Augenbewegungsmessungen mit der Induktionsspulentechnik und mit der Elektrookulographie in Längsschnittstudien an Primaten durchgeführt.

Elektrophysiologische Einzelzellableitungen im visuellen Cortex und in Praetectum von Katzen und Affen werden diesen Verhaltensdaten zugeordnet.

DPZ -aktuell März , Seite 7 kularen Konvergenz bei den visuomotorischen Nervenzellen, die im optokinetischen System bei schielenden bzw.

Diese Unterschiede lassen sich funktionsmorphologisch und elektrophysiologisch erklären. Blumer, K. D-Gräfelfing , Die vielfältig verknüpften Kausalitäten biologischer Prozesse machen vielmehr bei den meisten Fragestellungen über kurz oder lang die Analyse ein es Gesamtorganismus unabdingbar.

In der öffentlichen Diskussion sieht sich der im Tierversuchsbereich tätige Forscher allerdings häufig ein em enormen Rechtfertigungsdruck ausgesetzt.

Eine Vielzahl von Argumenten wird gegen die Zulässigkeit s ein er Arbeit vorgebracht, teilweise hochemotional, teilweise jedoch auch sch ein bar sehr rational begründet.

Der Gesetzgeber hat dem öffentlichen Interesse an ein er nicht nur naturwissenschaftlichen Rechtfertigung von Tierversuchen im Tierschutzgesetz Rechnung getragen.

Für den Naturwissenschaftler ergeben sich in aller Regel Schwierigkeiten mit ein er ethisch-wissenschaftlichen Argumentation, die vor allem durch die unterschiedliche Terminologie und Methodik der Geisteswissenschaften verursacht werden.

Ziel des Vortrags ist, dem interessierten Wissenschaftler ein möglichst breites Spektrum an ethischen Gr und lagenkenntnissen und Argumentationsstrategien vorzustellen, die ihm bei der kritischen Beurteilung s ein es Tätigkeitsbereiches ebenso hilfreich s ein können wie bei der Überwindung der sprachlichen und gedanklichen Barrieren zwischen Natur- und Geisteswissenschaftlern.

Sie sind in allen Eukaryonten zu finden, in tierischen Organismen allerdings ca. Auch unterscheiden sich beide Organismenreiche in der Bevorzugung bestimmter Sequenzmotive; so ist z.

Die Entstehung von Mikrosatelliten kann man sich als zufallsbedingt vorstellen z. Einmal vorhanden, verlängern sich relativ kurze Mikrosatelliten z.

CA4, d. Sie eignen sich daher sehr gut zur Genotypisierung, d. Die Untersuchungen zur genetischen Struktur der Restbestände ein er Population von Braunbären in den Pyrenäen waren z.

In jüngster Vergangenheit wird als Quelle der DNA-Gewinnung allerdings auch zunehmend Kot verwandt, da Kotproben abgeschilfterte Epithelzellen des Enddarms enthalten können - per aspera ad astra?

Da viele dieser Inhaltsstoffe aber auch pharmakologische Eigenschaften besitzen, erhebt sich die Frage, ob und inwieweit sie von Primaten eventuell auch gezielt aufgenommen werden, um heilend oder vorbeugend zu wirken.

Hinweise auf ein e solche Selbstmedikation ergaben sich bisher vor allem in den Studien von Michael Huffman und Mitarbeiter n an Schimpansen.

Hier werden bestimmte Pflanzenarten nur genutzt, wenn klinische Symptome wie Durchfall und Koliken und ein starker Befall mit Knotenwürmern vorlagen.

Paviane, die ein em hohen Infektionsrisiko mit Bilharziose-Erregern ausgesetzt sind, nutzen Früchte, deren Inhaltsstoffe helminthizid wirken, nicht-infektionsgefährdete Paviane hingegen vermeiden diese Früchte.

Bei Kapuzineraffen wird die topische Applikation von Früchten und Blättern beobachtet, die auch in der Ethnomedizin Süd- und Mittelamerikas bei Hauterkrankungen ein gesetzt werden.

Das Phänomen der Selbstmedikation bei Primaten stellt ein Forschungsthema dar, bei dem biologische Gr und lagendisziplinen Verhaltensforschung, Ökologie, Parasitologie usw.

Hierdurch wird man Erkenntnisse gewinnen, die sowohl gr und legende Einblicke in Verhaltensstrategien von Primaten geben als auch anwendungsorientiert in der Medizin von Nutzen s ein werden.

Das Ziel dieses Seminars war, in gr und legende Begriffe der DNA-Analytik ebenso ein zuführen, wie die Bedeutung von multicopy DNA Formen als Markersysteme für phylogenetische und populationsbiologische Fragestellungen, ihre mögliche evolutionsbiologische aber auch biomedizinische Relevanz zu erörtern.

Dies stellt nicht nur ein e Unterscheidung aufgr und struktureller Eigenschaften der DNA dar, vielmehr sind Diversitätsentstehung, Turnover, Konsequenzen für den Organismus und evolutionäre Rolle dieser repetitiven Sequenzen vollkommen unterschiedlich.

Nach der Vorstellung der klassischen Methoden zur Detektion dieser Sequenzen beim Menschen, und exemplarisch bei nicht-humanen Primaten, wurde auf deren chromosomale Verteilung, Turnover-Mechanismen und mögliche funktionelle Rolle ein gegangen.

Für die unterschiedlichen Formen der tandem repetitiven Minisatelliten und Microsatelliten wurde deren Anwendung als selektiv neutrale Marker in multi locus- und single locus - Analysen diskutiert und deren Bedeutung für Kopplungsanalysen, Verwandtschaftsanalysen und Untersuchungen zur genetischen Strukturierung von Populationen, auf Basis von Heterozygotieratenbestimmungen, besprochen.

So sind mehrere Krankheiten beschrieben, die sich auf sog. Triplettexpansionen zurückführen lassen und z. Ebenso wurde exemplarisch auf die Bedeutung ein es Längenpolymorphismus von tandem repetitiver DNA für die differentielle Expression von Insulin im Thymus ein gegangen, die in ursächlichem Zusammenhang mit der Ausbildung ein es insulinabhängigen Diabetes stehen.

Aufgr und der schnellen Evolutionsrate mitochondrialer DNA, der Ab- DPZ -aktuell März , Seite 12 wesenheit von Rekombination, der uniparentalen Vererbungsweise und ihrer hohen Kopienzahl eignet sich dieses Molekül besonders zur Bearbeitung phylogenetischer und populationsbiologischer Fragestellungen.

Fragen zur Phylogenie ein zelner Vertebraten-Ordnungen aber auch die Beziehung ganzer Tierstämme zu ein ander bearbeitet. Direkt Primaten-relevant ist dabei die Aufklärung der phylogenetischen Beziehungen ein zelner Archonta-Ordnungen zu ein ander.

Diese Untersuchungen haben bisher Ergebnisse hervorgebracht hat, die im Gegensatz zu klassischen Vorstellungen stehen.

Zuletzt spielt das mitochondriale Genom auch ein e wichtige Rolle in der molekularen Pathologie. Einzelne Punktmutationen sind mit bestimmten, v.

Darüberhinaus lässt sich ein e Zunahme mitochondrialer DNA-Deletionen in postmitotischem Gewebe während des Alterungsprozesses feststellen. Dies könnte letztendlich die Ursache für ein e Abnahme der oxidativen Phosphorylierung in bestimmten, gealterten Hirnarealen s ein.

Am zweiten Tag sollten die Teilnehmer ein e Gruppenpräsentation vorbereiten, in der sie für ein e Forschungsprojekt im DPZ werben sollten.

Dabei wurde neben der verständlichen Darstellung der Vorstellungen der Ideen und Vorschläge auch auf das gute Auftreten des Teams geachtet. Jede der Präsentationen wurde auf Video dokumentiert und später mit den anderen Teilnehmern des Seminars ausgewertet.

Es wurde aber auch der Einsatz von Medien, wie zum Beispiel von Overheadfolien oder Skizzen an der Wandtafel begutachtet.

Es wurde bei allenTeilnehmern ein e Verbesserung in der Sicherheit ihres Auftretens bemerkt. In dieser konzentrierten Atmosphäre konnten die Teilnehmer intensiv an der Verbesserung ihres persönlichen Vortragsstils arbeiten.

Organon, Oss, NL, Feldstation Kirindi, Antanarivo, Madagaskar, Keith Hodges bereitet sich intensiv auf die Aushandlungen ein es Kooperationsvertrages mit den Kollegen aus Madagaskar vor.

DPZ -aktuell März , Seite 14 Symposium der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie, Kiel, Molekulare Synapomorphien als Marker in der Primatenphylogenie.

Wo beispielsweise Bibliotheken umfangreiche eBook-Pakete mit Dissertationen erwerben, gibt es praktisch keine Anschaffungsvorschläge mehr für gedruckte Exemplare.

Auch wenn das traditionelle Buch für die intensive Lektüre umfangreicher Text immer noch als unentbehrlich bezeichnet wird, aus der Bibliothekspraxis lässt sich dieses Bild so nicht bestätigen.

Offenbar werden Dissertationen ohnehin nur kursorisch und punktuell rezipiert, was im digitalen Format ohne Weiteres leicht und dank der Volltextsuche auch effektiv möglich ist.

Wenn eine Arbeit wirklich intensiv durchgearbeitet wird, wird das Buch privat erworben, weil dann auch Anmerkungen notiert werden können.

Diese Ehre dürfte aber nur wenigen herausragenden oder für die eigene Forschung besonders einschlägigen Arbeiten zuteilwerden. RW — Sonderheft 41 Trotz dieser Vorteile auf der Nutzerseite hat sich bei den Doktorandinnen und Doktoranden die elektronische Dissertation als Form jedenfalls in der Rechtswissenschaft nicht durchgesetzt.

Die vielen, vor allem in eBook-Paketen verfügbaren Titel werden allein auf Betreiben der Verlage zusätzlich zum gedruckten Buch angeboten, weil insbesondere die Bibliotheken u.

Das gleiche gilt auch für die intensive Lektüre bei den wenigen echten Leserinnen und Leser einer juristischen Dissertation.

Halten wir an dieser Stelle kurz inne. Es wurde festgestellt, dass derzeit juristische Dissertationen nur unzureichend in Fachbibliotheken verfügbar sind.

In den allermeisten Fällen kann man nicht mehr von einer angemessenen Verbreitung in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit sprechen kann.

Eine Ausweitung der Sammlung gedruckter Dissertationen ist daher kein Weg, um die mangelnde Verbreitung und damit auch Sichtbarkeit dieser Arbeiten zu verbessern.

Hier verspricht allein die digitale Form Abhilfe. Jedenfalls auf Seiten der Nutzerinnen und Nutzer wird diese Art des Angebots bereits recht gut angenommen, zumal neben einer schnellen Bereitstellung des Inhalts auch digitale Mehrwerte geboten werden.

Allerdings sind diese digitalen Dissertationen nicht frei zugänglich im Sinne von Open Access. Sie stehen nur angemeldeten Bibliotheksnutzerinnen und Bibliotheksnutzern in einem authentifizierten Zugriff zur Verfügung und müssen vorher von den Bibliotheken erworben werden.

Zwar können Bibliotheken diese Arbeiten auch einzeln lizenzieren, doch wird aus Gründen der Arbeitsökonomie meist dem Erwerb in Paketen der Vorzug gegeben, wenn der Bibliotheksetat diese recht kostspielige Form der Anschaffung erlaubt.

Gerade kleine Fakultäten werden sich dies nicht in vollem Umfang leisten können. Empirisch gesehen sind juristische Verlagsdissertationen in den meisten Bibliotheken inexistent.

Richtig ist freilich, dass allein sie eine reelle Chance hat, im Rahmen einer Rezension gewürdigt zu werden. Dass elektronische Dissertationen nicht am Diskurs teilnehmen, ist eine These, die sicher diskussionswürdig ist.

Vorrangiger Untersuchungsgegenstand wäre dann freilich die Informationskompetenz juristischer Autorinnen und Autoren.

Steinhauer Zur Sichtbarkeit und Verbreitung rechtswissenschaftlicher Dissertationen Nutzung eine sehr transparente Nutzungsanalyse. Während in einer traditionellen Bibliothek jenseits von Ausleihstatistiken kaum nachgeprüft werden kann, ob Arbeiten am Regal eingesehen oder anderweitig innerhalb der Bibliothek genutzt werden, zeigen digitale Plattformen ein sehr präzises Abbild der tatsächlichen Nutzungen.

Und hier ist es häufig zu beobachten, dass von mitunter mehreren hundert erworbenen Dissertationen viele Arbeiten nie oder nur sehr wenig zur Kenntnis genommen werden.

Manche Verlage habe auf diese Entwicklung bereits mit Kaufmodellen reagiert, bei denen praktisch alle lieferbaren Titel zur Recherche zur Verfügung gestellt werden, ein Kauf aber erst dann erfolgt, wenn diese Titel auch tatsächlich genutzt werden.

Liegt hier schon eine Lösung für das eingangs beschriebene Verbreitungsproblem juristischer Dissertationen? Könnte die Zukunft so aussehen, dass im Prinzip alle Arbeiten über entsprechende Plattformen verfügbar sind, aber erst im Nutzungsfall erworben werden?

Ein solches Modell könnte tatsächlich die aktuelle Versorgungslage im Umfeld Juristischer Fakultäten entscheidend verbessern. Die Frage ist aber, ob dieses Modell wirklich eine Zukunft hat.

Man denke nur an die sehr zahlreiche Anwaltschaft, aber auch an die Justiz, die öffentliche Verwaltung und die Politik bzw. Auch über den engen Kreis der Rechtswissenschaft hinaus können juristische Dissertationen für andere Fachdisziplinen von Interesse sein.

Verfassungsrechtliche Arbeiten etwa haben auch eine Leserschaft in der Politikwissenschaft, steuerrechtliche Arbeiten können die Wirtschaftswissenschaften interessieren, Arbeiten aus den Grundlagenfächern die Sozialwissenschaften oder die Geschichte.

Es lassen sich leicht viele weitere Beispiele für interdisziplinäre Fragestellungen finden. Es ist fraglich, ob diese vielen unterschiedlichen Zielgruppen über zu lizenzierende digitale Verlagsangebote tatsächlich erreicht werden.

Für andere Wissenschaftsfächer an Universitäten mit einer Juristischen Fakultät mag das der Fall sein, für die Anwaltschaft, die Justiz und die Politik eher nicht.

Dabei behan- H. Berlin Wenn Justiz und Politik juristische Dissertationen aus Gründen beschränkter Zugänglichkeit aber kaum zur Kenntnis nehmen, führt dies auch zu einer inakzeptablen Ineffizienz rechtswissenschaftlicher Forschung.

Darauf zu verweisen, dass interessierte Gerichte und Parlamente ja die entsprechenden Bücher erwerben können, überschätzt die bibliothekarische Versorgung speziell der Justiz unterhalb der obersten Gerichtsbarkeit und verkennt zudem die von hohem Zeitdruck geprägte Arbeitsweise in diesen Bereichen.

Solange Dissertationen nur als gedruckte Bücher oder hinter Paywalls in kostenpflichtigen Verlagsdatenbanken zugänglich sein, korrespondiert ihre mangelhafte Verbreitung mit einem verbreiteten Desinteresse.

Insoweit könnte man argumentieren, dass doch eigentlich alles gut funktioniere, wenn hochspezielle Forschungsliteratur nur streng nachfrageorientiert angeschafft und damit sehr effizient zugänglich gemacht wird.

Dieser Einwand verwechselt freilich die tatsächliche Nachfrage unter unzureichenden medialen Bedingungen mit dem diskursiven Potenzial der in den Dissertationen erhaltenen Forschung.

Das gilt vor allem für die juristische Praxis, die anders als über allgemeine Suchmaschinen solche Arbeiten praktisch nicht zur Kenntnis nimmt.

Hier liegt ein entscheidener Unterschied zwischen der Forderung eines umfassenden Schriftentausches oder dem Ruf nach mehr Geld und Platz für mehr Verlagsdissertationen und Open Access.

Bisher wurde selbstverständlich vorausgesetzt, dass juristische Dissertationen, wenn die wissenschaftliche Öffentlichkeit sie zur Kenntnis nimmt, von Mitgliedern eben dieser Öffentlichkeit auch gelesen werden.

Diese Feststellung erscheint trivial, sie ist aber für eine funktionierende Forschungskommunikation in der Rechtswissenschaft nicht ohne Probleme.

Hier geht es um die Frage, welche tatsächliche Lesezeit wissenschaftlich arbeitenden Juristinnen und Juristen zur Verfügung steht und welche Lesezeit sie haben müssten, um die für ihr Forschungsgebiet einschlägigen Arbeiten tatsächlich zur Kenntnis zu nehmen.

Selbst bei einem hohen Spezialisierungsgrad kommt man leicht auf wenigstens eine Dissertation in der Woche. Und dabei ist nur von Dis- I.

Steinhauer Zur Sichtbarkeit und Verbreitung rechtswissenschaftlicher Dissertationen sertationen die Rede.

Wenn man noch einschlägige Aufsätze und dergleichen hinzurechnet, dürfte eine in der Summe erdrückende Leselast zusammenkommen. Wie auch immer diese Verfahren dann funktionieren, eine Voraussetzung muss in jedem Fall gegeben sein, nämlich der freie Zugang zum Content, um das Textmining erfolgreich durchführen zu können.

Hier würden Zugangsbeschränkungen im Ergebnis bedeuten, dass entsprechende Inhalte nicht oder nur sehr nachrangig zur Kenntnis genommen werden.

Allein aus Kapazitätsgründen wird die Wissenschafts- bzw. Forschungskommunikation der Zukunft auf Textmining-Verfahren nicht verzichten können.

Daraus dürfte sich allein schon um der zuverlässigen Kenntnisnahme willen ein faktischer Zwang zu Open Access auch und gerade für forschungsintensive Texte wie juristische Dissertationen ergeben.

Die Frage jedoch, ob Open Access eine freiwillige Entscheidung von Autorinnen und Autoren sein soll, wird gerade bei buchaffinen Disziplinen, zu denen ja auch die Rechtswissenschaft gehört, seit mehreren Jahren leidenschaftlich diskutiert.

Diese Zahl wird man angesichts gestiegener Promotionszahlen heute sicher nach oben korrigieren müssen. Konstanz geht mit schlechtem Beispiel voran.

Februar RW — Sonderheft 45 cher Weise und in welchem Medium publiziert wird, mitumfassen soll. Allein der Umstand, dass in einer gedruckten Publikation im Gegensatz etwa zu einem im Internet frei zugänglichen Inhalt ganz andere Zielgruppen erreicht werden, legt es nahe, dass eben diese Entscheidung für eine bestimmte Zielgruppe genau zu der Freiheit der wissenschaftlichen Kommunikation gehört, die das Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit in Art.

Auch eine Buchpublikation ist eine Veröffentlichung und kann als solche jederzeit und von jedermann zum Gegenstand einer öffentlichen Debatte in Online-Foren gemacht werden.

Hier wird deutlich, dass die Idee einer souveränen Werkherrschaft den öffentlichen Charakter wissenschaftlicher Diskurse verfehlt.

Hier steht die im Zusammenhang mit Open Access gerne behauptete Publikationsfreiheit des einzelnen der ebenfalls verfassungsrechtlich geschützten Rezeptionsfreiheit der vielen gegenüber und muss sich in praktischer Konkordanz auch einer persönlich nicht favorisierten Rezeptionssituation öffnen, wenn diese in einer bestimmten Wissenschaft Standard 44 Vgl.

Festschrift für Werner Thieme zum Geburtstag, Köln [u. Steinhauer Zur Sichtbarkeit und Verbreitung rechtswissenschaftlicher Dissertationen geworden ist.

Nach Grimm darf die Wissenschaftsfreiheit nicht gegen die wissenschaftliche Gemeinschaft individualistisch in Stellung gebracht werden.

Als Beispiel nennt er den Verzicht der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen, die aus Kooperationen mit privatwirtschaftlichen Unternehmen gewonnen wurden.

Dies sei ein funktionswidriger Grundrechtsgebrauch, der um der Wissenschaftsfreiheit willen nicht hinzunehmen sei.

Für die Gesamtheit des rechtswissenschaftlichen Schrifttums kann man derzeit vermutlich nicht von einer wissenschaftsimmanenten Notwendigkeit von Open Access reden.

Das gilt, wie eingangs gezeigt wurde, aber nicht für die juristischen Dissertationen, die kaum verbreitet, wenig rezipiert und daher faktisch unsichtbar sind.

Wurde diese nicht unerhebliche Belastung des Eigentumsgrundrechts trotz einiger Kritik um der angemessenen Verbreitung der Dissertation als 49 Vgl.

Grimm, Wissenschaftsfreiheit vor neuen Grenzen, Göttingen , S. Die starke Überhöhung der Bedeutung des geistigen Eigentums in der aktuellen Debatte um Open Access ist im Vergleich zu der finanziellen Belastung durch die Ablieferungspflicht vieler Tauschexemplare in der älteren Promotionspraxis kaum nachvollziehbar.

Hier geht es zum einen um die traditionelle Form der Dissertation als gedrucktes Buch, die bei einer digitalen Publikation infrage gestellt wird, und um die Rolle der rechtswissenschaftlichen Verlage.

Es wäre sicher ein Verlust, wenn als Folge der Etablierung von Open Access bei den rechtswissenschaftlichen Dissertationen keine gedruckten Arbeiten mehr verfügbar wären.

Sie wollen nicht darauf verzichten, als im Wortsinn greifbares Ergebnis ihrer jahrelangen Mühe am Ende ein richtiges Buch in der Hand zu halten.

Im Wege des Print on demand können parallel zur frei zugänglichen Online- Fassung einer Arbeit qualitativ hochwertige Leseexemplare zu wirtschaftlichen Bedingungen hergestellt und angeboten werden.

Steinhauer Zur Sichtbarkeit und Verbreitung rechtswissenschaftlicher Dissertationen ve Lektüre kaufen, höher sein als die Zahl derjenigen, die wegen der freien Verfügbarkeit von einem Kauf absehen.

Das kann allerdings nur funktionieren, wenn die Preise für gedruckte Dissertationen moderat sind. Angemerkt sei, dass diese Art der Verbreitung juristischer Dissertationen wegen der leichteren Sichtbarkeit und Auffindbarkeit deren Rezeption sicher steigern wird, auch und gerade bei der privaten intensiven Lektüre.

Natürlich darf man hier keine überzogenen Erwartungen haben, aber die Steigerung echter Leserinnen und Leser von vielleicht 5 bis 10 auf mehr als 30 wäre schon ein enormer Erfolg.

Es darf nicht vergessen werden, dass juristische Dissertationen nun einmal hochspezielle Nischenliteratur sind.

Im Vergleich zur überkommenen Tauschdissertation, die praktisch nur in Universitätsbibliotheken verfügbar ist, sollte es die besondere Aufgabe von Verlagen sein, für eine bessere Verbreitung zu sorgen.

Wegen der Verfügbarkeit im Buchhandel sind Dissertationen ja nicht mehr nur in wissenschaftlichen Bibliotheken zu finden, sondern zielen auch auf die Justiz, die Anwaltschaft und die interessierte Öffentlichkeit als Abnehmer.

Wir hatten jedoch gesehen, dass Verlagsdissertationen jedenfalls im Diskursraum der Juristischen Fakultäten nur unzureichend verbreitet sind.

Es ist kaum anzunehmen, dass es in der Justiz oder der Anwaltschaft grundlegend anders ist. Im Vergleich zu Open Access können Verlage sicher nicht darauf verweisen, dass sie juristische Dissertationen besonders erfolgreich verbreitet haben.

Allerdings erbringen Verlage etwa durch die Pflege von Schriftenreihen oder besondere Qualitätsanforderungen eine Orientierungsleistung, die reine Open Access Plattformen in dieser Form noch?

Diese Plattformen verbreiten Inhalte durch Metadaten entlang einer meist bibliothekarisch organisierten Informationsinfrastruktur.

Sie können die Arbeiten zudem professioneller, als institutionelle oder fachliche Repositorien dies vermögen, digital aufbereiten und auf eigenen Plattformen durch Verlinkungen und andere Mehrwerte angereichert anbieten.

Überdies können Verlage gut gestaltete Buchausgaben wie bisher weiterhin exklusiv vermarkten. Bei dieser Textsorte publizieren Verlage zunächst nur, was ihnen angeboten wird.

Zudem werden Form und Inhalt von einem Prüfungsamt bzw. Prüfungsausschuss vorgegeben. Dissertationen eröffnen anders als Handbücher, Lehrbücher oder Kommentare nur wenig verlegerischen Gestaltungspielraum.

Verlage haben hier tatsächlich nur die Funktion, die von der Wissenschaft her geforderte Verbreitung zu organisieren. Wenn sie damit nicht mehr erfolgreich sind, wofür derzeit viel spricht, werden sie überflüssig.

Zwar bieten auch Verlage mittlerweile digitale Sammlungen zur Lizenzierung an, doch erschweren Zugangsbarrieren die interdisziplinäre Rezeption und die Sichtbarkeit in der juristischen Praxis.

Generell sollte die Diskussion nach dem angemessenen Weg, eine juristische Dissertation zu publizieren, von Fragen der Sichtbarkeit und der Rezeption bestimmt sein.

Auch die von Verlagen immer wieder hervorgehobene Qualitätskontrolle durch Schriftenreihen scheint sich auf die tatsächliche Verbreitung einer Arbeit in den Bibliotheken M.

Tatsächlich nimmt die Frage der optimalen Selbstvermarktung durch den Ver- öffentlichungsort bei Brandt, Dr. Steinhauer Zur Sichtbarkeit und Verbreitung rechtswissenschaftlicher Dissertationen kaum auszuwirken.

Am Ende sind es die Juristischen Fakultäten, die die eigentliche Qualitätskontrolle leisten oder nicht. Die vorstehenden Überlegungen dürften gezeigt haben, dass es zu Open Access bei juristischen Dissertationen eigentlich keine sinnvolle Alternative gibt.

Diskutiert werden muss aber, wie man diese Openness richtig organisiert und welche sinnvollen und begleitenden Dienstleistungen die juristischen Verlage hier in Zukunft anbieten können.

Es geht am Ende nicht darum, das freie Internet gegen die Verlage auszuspielen,59 sondern gemeinsam das Problem einer unzureichenden Sichtbarkeit und Verbreitung aktueller rechtswissenschaftlicher Forschung in Gestalt der Dissertationen anzugehen und einer für die Bedürfnisse der Praxis sinnvollen und zukunftsfähigen Lösung zuzuführen.

Jahrhundert, München , S. Hier ist zu bedenken, dass das Internet zwar die Zugänglichkeit zu Inhalten gewährleisten kann, aber damit zugleich nicht automatisch auch Sichtbarkeit gegeben ist.

Hier geht es um gute Meta-Daten und Informationsinfrastrukturen. Hier können auch Verlage einen Beitrag zu mehr Sichtbarkeit und einer besseren Auffindbarkeit leisten.

Was dieser Verlag tut und was ihn von den anderen beiden unterscheidet, kann er sogleich darstellen.

Dazu bitte ich die drei Herren, in einem kurzen Eingangsstatement darzustellen, wie sie ihren Verlag im Verhältnis zu Open Access sehen.

Rux Ich freue mich, dass ich hier sein kann, weil uns Open Access als Verlag schon länger bewegt und wir aktuell versuchen, Open Access nach vorne zu bringen.

Wir sind überzeugt davon, dass es eine gute Form des Publizierens ist. Die vorgestellten Open-Access-Projekte sind durch die Bank sehr schön und bieten viele spannende Inhalte Ich freue mich über lebendige Redaktionen und über Autorinnen und Autoren, die bereit sind, ihre Zeit und ihre Gedanken diesen Medien zur Verfügung zu stellen.

Aber bei allen Beispielen wurde deutlich, dass das System letztendlich auf Selbstausbeutung der Beteiligten beruht, wie so vieles in der Wissenschaft.

Das ganze System der Wissenschaft beruht ja auf Menschen, die — aus welchen Gründen auch immer — bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit und teilweise darüber hinaus gehen, um neue Erkenntnisse zu finden, und denen es im Zweifel egal ist, ob sie damit viel Geld verdienen.

Das ist vielleicht etwas pauschal gesagt und zeichnet nur ein grobes Bild der Wirklichkeit, aber im Prinzip stimmt das so.

Fachbereich Rechtswissenschaft; apl. Wie man sich unter diesen Umständen professionalisieren oder professionelle Dienstleistungen von Dritten einzukaufen soll, ist mir ein Rätsel.

Natürlich gibt es alle möglichen kostenfreie technische Systeme für Open Access Publikationen Da könnte ich einigen, die heute Morgen ihr Projekt vorgestellt haben, vielleicht noch den einen oder anderen Rat geben..

Aber man muss sich nur einmal anschauen, welchen Aufwand man etwa bei einem System wie OJS — das wir auch als Verlag nutzen — betreiben kann und teilweise auch betreiben muss, um das System dahin zu bringen, dass es vernünftig funktioniert.

Bis vor kurzem war OJS zum Beispiel nicht in der Lage, eine Herausgeberstruktur abzubilden und dafür zu sorgen, dass ein neu eingereichter Text zunächst an die Herausgeber der Zeitschrift geschickt wird — weil das System schlicht davon ausgegangen ist, dass es nur eine Person geben kann, die das ganze Review- Verfahren organisiert.

Die Vorstellung, dass zuerst die Herausgeber den Text prüfen, ob er ins Konzept der Zeitschrift passt, war im Programm schlicht nicht implementiert.

Also mussten wir das Programm mit erheblichem Auswand umprogrammieren. Letzten Endes landet man immer wieder bei der Erkenntnis, dass man für die Veröffentlichung Dienstleistungen braucht, die mit Wissenschaft erst einmal rein gar nichts zu tun haben und man braucht irgendjemanden, der diese Dienste leistet.

Aber das sind keine langfristigen Lösungen. Genau hier sehe ich uns als Verlage in der Pflicht, der Wissenschaft entsprechende Dienstleistungen anzubieten — und wir sind auch in der Lage sie anzubieten.

Gestern und heute ist deutlich geworden, dass wir sehr genau unterscheiden müssen, um welche Art von Publikationen es geht. Das ist auch richtig so, weil zur Rechtswissenschaft zwar teilweise auch hoch abstrakte Grundlagenforschung gehört.

Eigentlich geht es aber darum, konkrete Probleme sinnvoll zu lösen. Und dafür brauchen wir Praktiker, dafür brauchen wir Anwälte, wir brauchen Richter, wir brauchen Verwaltungsbeamte.

Wir brauchen viel Kompetenz bei der Lösung ganz praktischer Probleme. Und wenn ein Verlag den Rechtsanwendern mit Kommentaren, Handbüchern oder Zeitschriften dabei hilft, solche Probleme zu lösen, dann ist das eine gute und wertvolle Leistung.

Die se Leistung kommt vor allem den Rechtsanwendern zu Gute die damit wiederum ihren Lebensunterhalt verdienen. Für mich ist es völlig selbstverständlich, dass sich die Rechtsanwender an den Kosten beteiligen, die den Verlagen durch die Konzeption von Werken, durch die Suche nach Herausgebern und Autoren, durch die kritische Durchsicht der Manuskripte und so weiter entstehen.

Das ist in meinen Augen aber etwas völlig anderes als die eigentliche Wissenschaft zu eher grundlegenderen Themen, zu eher abstrakten Fragen.

Hier sind in der Rechtswissenschaft vor allem Monographien und Aufsätze in spezialisierten Fachzeitschriften das Mittel der Wahl für die Publikation von Forschungsergebnissen.

Hier ist die Interessenlage aber grundsätzlich anders. Denn wann kauft sich der Praktiker, der Anwalt schon mal eine Dissertation?

Natürlich gibt es Kanzleien, die sich mit sehr grundlegenden Dingen befassen und wissenschaftlich arbeiten. So haben gerade die Kanzleien, die in der Politikberatung im weitersten Sinne unterwegs sind ein massives Interesse daran, sich mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinanderzusetzen.

Und diese Erkenntnisse werden sie im Zweifel auch einkaufen — oder die nächste Fachbibliothek nutzen, um auf diese Erkenntnisse zugreifen zu können.

Hier haben wir eine Art von Kreislaufsystem: Unsere Autorinnen und Autoren im Wissenschaftsbereich, sind diejenigen, die — bevor sie hoffentlich bei uns veröffentlichen — unsere wissenschaftlichen Publikationen lesen.

Im Wissenschaftsbereich sind diejenigen, die unsere Werke nutzen, also nicht diejenigen, die für diese Werke bezahlen.

Die Kosten tragen die Bibliotheken. Daran soll sich in einem auf Open Access ausgerichteten System wohl auch nichts ändern. Es geht nur darum, die Mittel umzuschichten und dafür zu sorgen, dass das, was die Bibliotheken heute für den Bestandsaufbau ausgeben, in Zukunft für Open Access Publikationen verwendet wird.

Wenn wir das schaffen, sind wir in einem System, das auch für Verlage sinnvoll ist, weil die Zuständigkeiten klar abgegrenzt werden können.

Als Verlag schaffen wir keine Wissenschaft. Wir erzeugen keine neuen Erkenntnisse. Bei der Wissenschaftsliteratur bekommen wir in der Regel ein fertiges Manuskript.

Da lässt sich auch nicht mehr viel lektorieren. Besonders deutlich wird das bei Dissertationen, die so veröffentlicht werden müssen, wie sie bei der Fakultät eingereicht wurden.

Zwar müssen möglicherweise Auflagen aus dem Promotionsverfahren erfüllt werden und es gibt einige Aktualisierungen. Aber im Wesentlichen steht der Text.

Da hast du vielleicht etwas übersehen. Unser Job besteht darin, den Text so aufzubereiten, dass er wahrgenommen wird.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen auf die Erkenntnisse aufmerksam werden. Dafür müssen wir die Texte strukturieren und mit Metadaten anreichern, also durch Zusatzinformationen ergänzen.

Die Texte müssen so aufbereitet werden, dass sie von Suchmaschinen wie Google und Google Scholar erschlossen werden können. Das ist aber nicht trivial und einfach.

Vielmehr handelt es sich um eine wesentliche Dienstleistung für die Verbreitung von Informationen und Forschungsergebnissen — und damit ein wesentlicher Baustein des Wissenschaftssystems.

Natürlich kann das jede Autorin und jeder Autor mit ein wenig technischer Kompetenz auch selbst machen.

Aber kaum jemand ut das, weil andere das besser können. Und diese anderen sind Verlage. Hier erbringen wir — nach meiner Meinung — unverzichtbare Leistungen für die Wissenschaft.

Diese Leistungen kosten Geld. Wer Open Access ermöglichen will, muss daher dafür sorgen, dass diese Dienstleistungen finanziert sind.

Schmidt Ja, vielen Dank. Auch ich freue mich über die Gelegenheit, an der Tagung überhaupt teilzunehmen.

Ich bin froh, dass wir bei de Gruyter mitbekommen haben, dass es diese Tagung gibt. Umso mehr freue ich mich, hier sogar sitzen zu dürfen. Denn Herr Rux hat sehr viel gesagt zu dem was Verlage allgemein betrifft.

Das was er gesagt hat, gilt für de Gruyter inhaltlich zunächst einmal ganz genauso. Deswegen würde ich mich gern auf die spezifische de-Gruyter-Perspektive beschränken und fliege noch etwas hoch auf dieses etwas operativere Thema zu und sage: Es gibt ja für Verlage grundsätzlich zwei Strategien, mit Open Access umzugehen.

Und das kommt ganz darauf an, was für ein Verlag man ist. Lange erfolgreich publiziert in den Rechtswissenschaften. Das hat alles seine Vorund Nachteile.

Das ist also der eine Ansatz. Empfinde mich mehr als Dienstleister, denn als Programmmacher, tatsächlich als Gestalter.

Das ist der eine Ansatz. Und mit diesem Wissen will ich als neuer Player auf die Bühne kommen. Und de Gruyter hat im Prinzip versucht, beide Wege zu vereinen.

Zum einen gibt es da natürlich den klassischen Verlag de Gruyter und seine anderen Verlagsmarken.

Ich bleibe jetzt mal bei de Gruyter, weil das der Verlag für die Rechtswissenschaft ist. Wenn man sich das so vorstellt: Man integriert einen völlig neuen Verlag in den alteingesessenen de Gruyter Verlag, der sogar das de- Gruyter-Signet bekommt.

Wer macht eigentlich jetzt hier im Haus Open Access? Das bedurfte eines gewissen Sortierungsprozesses und inzwischen machen wir tatsächlich beide Open Access.

Open Access und Programmverlag wie de Gruyter bedeutet eben, dass man sich überlegt, wo sind unsere inhaltlichen Stärken. Wir wollen nicht in jedem einzelnen Rechtsgebiet jede einzelne Monographie, jede einzelne Dissertation, jede einzelne Zeitschrift veröffentlichen, sondern wir wollen unsere inhaltlichen Stärken stärken.

Und das ist natürlich erstmal ganz angenehm, dass man als Traditionsverlag schon mit etwas startet. Wir zum Beispiel — das ist ja auch schon angesprochen worden — bei der Schriftenreihe der Vereinigung der deutschen Staatsrechtslehrer, die alljährlich ihre Tagung veranstalten: Da gibt es einen Tagungsband, welcher jährlich erscheint.

Und da gibt es Mitglieder, etwa , die beziehen diesen Tagungsband, natürlich zu einem rabattierten ausgehandelten Preis. Das ist für den Verlag ein ganz gutes Geschäft.

So gut, dass wir als Verlag gesagt haben, wir schalten alle Bände, die älter sind als zwei Jahre, für die Vergangenheit Open Access. So kommen wir immerhin auf eine respektable Zahl von Open-Access- Titeln von Das ist dann schon einmal ein Anfang.

Aber es ist immer noch keine Strategie. Die Strategie kommt zunächst mal vom Programm, d. Das sagen wir auch Promovenden, die mit ihren Dissertationen zu uns kommen.

Oder aber du legst finanziell noch eine Schippe drauf, dann ist es aber insgesamt verfügbar. Und gerade, wenn man es aus der eigenen Tasche bezahlen muss oder wenn die Förderung noch nicht so sicher ist, sagt man sich, na gut, dann zahle ich lieber weniger und bleibe klassisch.

Das zu überwinden wird sicher eine interessante Frage an die Zukunft sein. Zum anderen sehen wir aber auch, dass Institute, selbst Max-Planck-Institute, sich fördern lassen, die Ergebnisse allerdings in kommerzieller Form veröffentlichen.

Sie können das auch mit Zeitschriften machen. Aber unsere nächsten zwei, drei Buchprojekte haben wir ja schon unter Vertrag und das sind alles kommerzielle Buchprojekte.

Man hat also das, was man sowieso schon hat, und sagt sich: Wir lassen mal die Verlage weg und müssen den ganzen Rest dann selber draufschaffen.

Also da fehlt noch so ein bisschen die Linie, das System. Letztlich aber habe ich so das Gefühl — und habe da auch noch keine Gegenstimme gestern und heute gehört — dass man die beiden Säulen unterscheiden muss, die auch Herr Rux angesprochen hat: nämlich zum einen die klassische Praktikerliteratur — Kommentare, Handbücher, wie gehe ich mit rechtlichen Problemen um, wie löse ich sie —, die im juristischen Bereich immer noch deutlich lukrativer ist als der Wissenschaftsbereich, und im Moment noch weitgehend immun gegen Open Access.

Darf ich jetzt überhaupt noch Kommentare schreiben? Vielleicht bringt das nochmal Bewegung in diesen Bereich.

Also sehe ich von diesen beiden Säulen den Bereich der Praktikerliteratur — vielleicht ist es eine provokante These, vielleicht ist es eine banale These — als unangetastet an, während sich im Wissenschaftsbereich sehr viel tun wird.

Und da habe ich Ihnen gerade erklärt, welche beiden Ansätze de Gruyter verfolgt. Peukert Vielen Dank für dieses Statement.

Herr Grossmann wird nunmehr noch ein bisschen andere Ideen einbringen. Letztendlich ist es ja ein Markt. Wir alle sind Vertreter kommerzieller Verlage, das bedeutet zunächst einmal nichts Schlimmes.

Ein Markt weist bestimmte Mechanismen wie Angebot und Nachfrage auf und wird bestimmt durch unterschiedliche Geschäftsmodelle der Markteilnehmer.

Dabei kommt natürlich auch die Frage ins Spiel: Kann ich mir das leisten, kann meine Institution sich das leisten? Damit meine ich die Kosten für Subskriptionen bzw.

Abonnemente klassischer Zeitschriften oder Buchreihen, das haben wir bis jetzt ausgeblendet. Hier haben wir die Diskussion ja schon seit über 10 oder 15 Jahren, ob diese Kosten angemessen sind oder nicht.

Wir haben vorhin bei den Vorträgen auch die Probleme gesehen, die hier entstehen können. Das ist umso wichtiger, gerade wenn die Förderung nicht in jedem Land so geregelt ist, wie z.

Solange es so eine Regelung in Deutschland noch nicht gibt, ist es umso wichtiger, dass man die Preise vergleicht, die auf einem Markt verlangt werden.

Das setzt voraus, dass man sich die Äpfel auch genau anschauen kann, ob der eine matschig und wurmig ist und der andere nicht.

Wenn man mal beobachtet, wie Open Access bei Monografien angeboten wird, dann ist es ganz klar so, dass die Transparenz bei vielen Angeboten fehlt.

Das stand dann meistens nicht auf der Seite. Da ist man dann gleich so verunsichert, und man bleibt dann am Ende wieder eher bei der klassischen Form der Publikation.

Das hat zwar nichts mit Open Access zu tun, aber wenigstens gibt es Geld für die Publikation. Das können aber nicht die Verlage oder Autoren ändern, das muss konkret die DFG anpasen, wie es beispielsweise der Schweizer Nationalfonds dieses Jahr gemacht hat.

Was wir aber aus Verlagssicht jetzt und sofort ändern können, und das war unser Ansatz beim Carl Grossmann Verlag: die Transparenz.

Auf unserer Webseite haben wir versucht darzustellen, welche Leistungen und Services die Mehrheit der Autoren tatsächlich benötigt bzw. Das sollte dann einfach aufgelistet sein, wie sie es aus dem Verbraucherbereich kennen, wenn sie z.

Dort gibt es das eine Paket, wo die Häkchen ein bisschen sparsamer gesetzt sind, also nicht viele Leistungen angeboten werden, aber dafür es ist sehr günstig zu einem festen Preis.

Da ist dann alles dabei, was man sich nur wünschen kann. Ich meine, das ist ja jetzt nicht so schwierig und das könnte man auch im Verlagsbereich so anbieten.

Wenn dort die 25 oder 30 solcher einzelnen Leistungen aufgezählt sind, die aus dem Workflow eines Verlages resultieren, kann man dem Autor dann transparent klar machen, was er oder sie wählen kann und für welchen Preis.

Und am besten macht man das nicht von den Einzelseiten abhängig, sondern gliedert alles in nur 2 oder 3 Paketen. Also bis Seiten, dann bis Seiten der Monographie usw.

Hier wäre dann auch relativ schnell klar, was ich ausgeben muss, und dann kann ich als Autor auch relativ schnell entscheiden: das Angebot sieht gut aus, das bekomme ich dafür, so schmeckt der Apfel, und der ist nicht wurmig.

Teilweise realisiert man dann erst im Nachhinein: das ist ja gar nicht Open Access. Es fehlt die entsprechende Creative-Commons-Lizenz und die Nachverwertung ist völlig unklar.

Es sei denn, man vergibt eine klar definierte CC-Lizenz. Das beginnen einige Verlage jetzt auch zu machen, aber die Mehrheit der Verlage macht es eben nicht, aus welchen Gründen auch immer.

Das aber genau ist unsere Idee, indem wir Kostentransparenz einerseits und Leistungstransparenz andererseits anbieten, mehr wollen wir gar nicht.

Mit den gleichen Leistungen, den gleichen Services, die wir von einem klassischen Verlag kennen, bis hin zu einem aufwendigen Sprachlektorat.

Alles das ist für Autoren möglich, alles kann man modular zusammensetzen. Und Sie sehen, ich habe zwei Beispiele mitgebracht von den physischen Büchern, die liegen hier auf der Tagung auf dem Büchertisch.

Da sind wir nicht bei EUR. Gestern fiel so nämlich ein Ladenpreis für gedruckte Monografien, da habe ich gleich protestiert am Runden Tisch.

Sorry, das geht ja gar nicht. Selbst wenn es Goldschnitt hätte und Ledereinband: das finde ich nicht angemessen für ein wissenschaftliches Buch.

Auch wenn es nur eine kleine Auflage hat. Die Beispielbücher hier haben auch nur eine kleine Auflage. Aber man kann es viel wirtschaftlicher herstellen und vor allem nachhaltig.

Herr Rux hat vorhin das Stichwort gegeben: Nachhaltigkeit. Und das ist es eben, worauf es ankommt, wenn zum Beispiel später Hochschulen und Universitäten solche Workflows adaptieren wollen, um die eigenen Publikationen als Buch und Open Access zu veröffentlichen.

Das muss heute niemand mehr machen. Und natürlich muss das kein einzelner Autor jetzt etwa alleine selbst übernehmen.

Es gibt ja Verlage. Es gibt aber auch Druckdienstleister, Satzdienstleister, usw. Alle Leistungen von Verlagen sind granular verfügbar, wie die Legosteine auf einem Tisch.

Was wir jetzt hier versuchen zu vermitteln ist: man kann alles modular zusammensetzen, so wie die Legosteine, die meine Kinder immer wieder neu zusammenbauen.

Die nehmen sich oft immer andere, nämlich die, die sie gut finden und dann entsteht etwas Neues. Da muss niemand den Legostein selbst aus Plastik schmelzen oder formen.

Das wäre eine völlig falsche Diskussion und ginge völlig in die falsche Richtung. Soweit die gute Nachricht.

Jetzt könnten wir natürlich alle unsere elektronischen Geräte herausholen und Ihre Preise abfragen. Ich bitte Sie bei dieser Gelegenheit aber doch, Ihre Preise einmal zu nennen.

Grossmann Gut, dass ich nochmal nachgeschaut habe. Also ich werde jetzt nicht alle Preise referieren, denn es hängt, wie geschildert, in unserem Raster von der Seitenzahl und den Leistungspaketen ab.

Also wird es nicht nach einzelnen Seiten berechnet. Wenn man noch ein Sprachlektorat benötigt oder zusätzliche Leistungen haben möchte, kann man entscheiden, was man noch dazu bucht.

Das ist alles auf der Webseite dargestellt und man sieht dann sofort was es kostet und was man dafür bekommt. Sämtliche aktuellen juristischen Praktikerwerke über die Datenbank beck-online.

Würden Sie eine solche Vision für realistisch halten oder nicht? Und wenn ja, welche Konsequenzen würden Sie hieraus für die gesamte rechtswissenschaftliche Kommunikation ziehen, wo Wissenschaft und Praxis ja so besonders eng verflochten sein sollen?

Aber wir sind nicht blind. Wenn wir uns betrachten, wer unsere Bücher kauft, erkennen wir eine klare Verteilung.

Natürlich kaufen die Bibliotheken alles und sie ärgern sich darüber, dass sie — je nachdem in welchem Format ein Werk erscheint — auf zwei verschiedene Datenbanken zugreifen müssen.

Aber auch wenn die Bibliotheken im Praktikerbereich nicht vernachlässigbar sind, sind sie für die Umsätze und damit für die Finanzierung der Publikationen nicht wirklich wichtig.

Und diese kommen eben mit einer völlig anderen Perspektive zu uns. Sie suchen nach Lösungen für ihre Probleme. Hier geht es weniger um die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis als um die letzte Stufe der angewandten Rechtswissenschaft.

Ich bin nebenbei Staatsrechtslehrer. Auch die Staatsrechtslehrervereinigung und viele meiner Kolleginnen und Kollegen sagen immer wieder, dass wir unbedingt die universitäre Juristenausbildung brauchen.

Ich meine aber, dass das nicht zutrifft: Die meisten Juristinnen und Juristen arbeiten Sachverhalte ab, in welcher Form auch immer, ob sie nun Sachbearbeiter in der Versicherung sind, ob sie bei einer Gewerkschaft den arbeitsrechtlichen Rechtsschutz machen oder ob sie für Unternehmen Kaufverträge prüfen.

Das ist im Grunde ein Handwerk, bestenfalls ein Kunsthandwerk. Verstehen Sie mich nicht falsch: Es geht um eine anspruchsvolle Tätigkeit.

Man benötigt ein hohes Qualifikationsniveau, um sich auf immer wieder neue Probleme einzustellen. Aber eigentlich handelt es sich um eine völlig andere Arbeitsweise, eine völlig neue Denkweise als in der Wissenschaft, wie sie an den Universitäten betrieben wird.

Es gibt nun manche Bereiche, sozusagen an der Front der juristischen Praxis, da benötige ich einen wissenschaftlichen Hintergrund, weil ich wirklich mit ganz neuen Problemen zu tun habe, die sich plötzlich entwickeln und noch nicht Gegenstand von Gerichtsverfahren waren, an deren Ergebnissen ich mich orientieren kann.

Als Beispiel kann ich die Datenschutzgrundverordnung nennen: Das ist ein Thema, das plötzlich jeden berührt. Man hatte zwar zwei Jahre Zeit, sich darauf vorzubereiten und mögliche Konflikte zu erkennen, aber irgendwie hat das keiner getan zu haben.

In der herkömmlichen Literatur findet man noch nichts, weil es eigentlich noch keine Literatur zu den neuen Fragen gibt. Hier muss ich auf die Wissenschaft zurückgreifen, um neue Lösungen zu entwickeln.

Das kann nicht jede Sachbearbeiterin oder jeder Sachbearbeiter. Hier brauche ich wissenschaftlich qualifizierte Beraterinnen und Berater.

Aber bei der Wissenschaft im engeren Sinne handelt es sich um einen separaten Bereich, der immer von der Rechtsanwendung getrennt bleiben wird.

Ich habe vorhin versucht, zu skizzieren, dass der eigentliche Nutzer der Informationen, die sich in Praktikerwerken RW — Sonderheft 63 finden, in der Regel seinen Lebensunterhalt damit verdien.

Und da scheint es mir nur gerecht, wenn derjenige, der ihm diese Informationen liefert, auch dafür bezahlt wird.

Schmidt Ich hatte ja in der Tat diese These auch aufgestellt, dass es diese Trennung gibt. Und damit auch gleich aufzuzeigen, wo sie ihre Schwächen hat.

Ich sehe die Rolle der Wissenschaft tatsächlich in der — klingt jetzt erstmal relativ platt — Forschung. Das ist für mich Forschung, d. Natürlich sind auch andere Aufsätze legitim, wie das Zusammenfassen, wie es bei einer Tagung gelaufen ist, etc.

Aber ich nehme jetzt die wissenschaftliche Forschung, die tatsächlich das Wissen um die Rechtswissenschaft und deren System, das Verständnis davon, das ist für mich die wissenschaftliche Forschung auf der einen Seite.

Da wird nicht etwa eine neue Erkenntnis gefunden. Und vielleicht kenne ich auch ein paar wissenschaftliche Veröffentlichungen und zitiere sie in meinem Handbuch.

Aber ich sage jetzt nicht, ob die schlau sind oder nicht schlau. Sondern ich sage dir, wahrscheinlich wird das Gericht dieser Richtung folgen und deswegen meine ich, du solltest deinen Schriftsatz so und so machen.

Du solltest in dem Fall so und so vorgehen. Jetzt ist es aber schon in Kraft. Verdammt, jetzt muss ich irgendwas machen.

Datenschutzgrundverordnung ist einerseits dafür ein gutes Beispiel. Andererseits gibt es da natürlich auch schon, sogar vor Inkrafttreten, Praktikerliteratur dazu.

Klang eben ein bisschen so, als hätte es das nicht gegeben. Natürlich gibt es das da auch, auch bei uns. Und spätestens dann, wenn man auch einen Forscher im Autorenteam hat, dann ist man in der Situation, dass man sich vielleicht Gedanken machen muss über das Verhältnis zu Open Access.

Aber für mich wäre das der zweite Schritt vor dem Ersten. Wir haben noch so viele Fragezeichen und noch so viele Anlaufschwierigkeiten, die auch auf dieser Tagung aufscheinen, dass es mir wie der zweite Schritt vor dem Ersten schiene, wenn man sich fragt, oh Gott, was passiert denn mit den Kommentaren und Handbüchern?

Ich denke, wir sollten uns das abschichten und erstmal fragen, wie geht es mit Monographien, Dissertationen und Festschriften.

Denn das Spannende an Festschriften ist ja, dass immer am Ende ein physisches Werk ist, was am Ende tatsächlich überreicht wird. Das ist also Ehrensache.

Da wird auch nicht so gern über Geld gesprochen. Da zahlt man am Ende auch gern mehr. Aber klassische, wissenschaftliche Beiträge, sei es in Aufsatz oder in Buchform, ist denke ich die Form, die uns sehr bald ereilen wird.

Ohnehin habe ich den Eindruck, dass die Verlage hauptsächlich reagieren. Zeichnet eine solche reaktive Haltung Ihre Häuser aus? Und ist das vielleicht auch vollkommen richtig, weil sie Open Access erfahrungsbasiert und schrittweise entwickeln können?

Allerdings kann es Ihnen dann natürlich wie in der Schweiz oder in anderen Ländern ergehen, wo plötzlich von der öffentlichen Hand sehr viel stärkere Vorgaben, möglicherweise auch plötzlich, gemacht werden.

Rux Ich glaube, das ist ein völlig falscher Eindruck. Hier wurde ja teilweise in Diskussionen deutlich, dass Verlage hier eine aktive Rolle zu spielen versuchen.

Wir wollten der Redaktion unsere Dienste anbieten, weil wir glauben, dass wir bestimmte Dinge besser können. Auch mit dem German Law Journal haben wir lange verhandelt.

Wir wären bereit gewesen, noch mehr zu bieten. Da kann ich bei einem Vergleich der Umsätze ehrlich gesagt, nur noch lachen. Oxford University Press ist noch schlimmer.

Aber das nur nebenbei. Denn diese Datenbanken werden ihrerseits von Anbietern wie Thompson Reuters oder jetzt Clarivate und Elsevier beherrscht.

Aber dieses reaktive Verhalten ist eigentlich gar nicht unser Ding. Wir versuchen vielmehr, möglichst von Anfang an mitzumachen, indem wir neue Ideen aufnehmen.

Aber wir wollen und brauchen Transparenz. Für uns ist klar, dass unsere Leistungen Geld kosten, das sagen wir auch offen.

Wir erleben Projekte von Universitäten und Universitätsverlagen, die für die Redaktionen kostenfrei sind, weil sie Ressourcen nutzen können und neben der beschriebenen Selbstausbeutung auf das Engagement Studierender zurückgreifen.

Bei den student edited law reviews in den USA sind übernehmen Studierende u. Das geht deshalb, weil die Studenten dafür Punkte bekommen.

Die Tätigkeit als student editor ist eine Ehre. Versuchen Sie das mal in Deutschland. Am Ende geht es also darum, dass diejenigen, die bestimmte Dienste leisten, eine Gegenleistung erwarten.

Wir machen das professionell. Das wird aber langfristig dazu führen, dass Ihr uns Mittel zur Verfügung stellen müsst.

Ich glaube, ich habe gestern den Zettel mit der gestaffelten Preisliste gesehen. Ich habe es aber schon wieder vergessen. Rux Das kann ich Ihnen nicht auswendig sagen.

Wir machen auch keine modularen Angebote. Es gehört zu unserem Selbstverständnis als Verlag, dass wir jedes Buch gleich gut behandeln.

Wir planen daher auch immer mit einer Druckausgabe. Der Vertrieb ist für uns das Wichtigste. Denn die Tatsache, dass ein Dokument im Netz steht, bringt erstmal gar nichts.

Weil wir viel für die Verbreitung unserer Werke tun, sind wir eher teurer. Wir gehen davon aus, dass für eine wissenschaftliche Monographie mit einem solchen Umfang Kosten von 4.

Wenn wir das über das gesamte Programm rechnen, landen wir — je nach Thema bei 5. Das ist mehr als der von Ihnen genannte Betrag, beinhaltet aber auch höhere Leistungen.

Grossmann Das bezweifle ich. Gelächter aus dem Publikum Peukert Das ist ja fast wie eine Messe hier. Schmidt Ich wollte nur zum Begriff des Ereilens Stellung nehmen.

Zunächst mal dazu, dass ich es nicht spezifisch auf die Verlage bezogen gemeint habe. Gerade de Gruyter als ein sehr starker, gerade im Buchbereich sehr starker Open Access Verlag mit über 1.

De Gruyter ist dort sowohl programmatisch als auch über Sciendo unterwegs. Und das Interessante ist, der Bereich Sciendo hat natürlich schon in den vergangenen Jahren unter den verschiedensten Labels die Dienstleistung angeboten.

Es gab tatsächlich Rückmeldungen von Autoren, die gesagt haben: Was ist das denn für eine Firma, Herr Schmidt, die mich da angeschrieben hat?

Da war jemand von de Gruyter, aber das waren nicht Sie. Wer ist das denn überhaupt? Also, das sind so diese Mühen des Anfangs, die wir so langsam entflochten haben.

Eine weitere Beobachtung: Bei uns im Hause gab es eine Präsentation, nur für Verlagsmitarbeiter, in der es darum ging, uns zu Open Access auch im Lektorat zur Akquisition zu ermutigen.

Uns wurde eine Übersicht gemacht darüber, welche wichtigen Institutionen in Europa fördern denn und wie fördern die und vor allem was fördern die.

Und da haben die also die 7 wichtigsten Förder-Institutionen Europas ausgewertet. Und die sind zu dem Ergebnis gekommen, es war so eine schöne mittlere 5-stellige Zahl von geförderten Projekten die wir dort gesehen haben im Bereich Open Access.

Vielleicht liegt das daran, dass eben jetzt mit der Schweiz endlich mal jemand anfängt, ein vernünftiges Fördersystem aufzuziehen.

Was in anderen Ländern noch fehlt. Trotzdem war die Zahl so niedrig im juristischen Bereich. Das ist faszinierend. Und diesem Phänomen will ich einfach auf dieser Tagung auf die Spur kommen.

Denn ich glaube, die Verlage gehen hin und sagen, wir bieten an zu den und den Preisen. Was Herr Rux gesagt hat zu den Preisspannweiten, das würde ich auch für uns bestätigen.

Wir sind uns noch nicht ganz sicher. Das reaktive Element ist, glaube ich, doch eher in der Wissenschaft und vielleicht auch im Bereich der Bibliotheken, als im Bereich der Verlage.

Wir haben angefangen, uns auf Open Access einzustellen. Wir haben Modelle entwickelt und konkurrieren damit, genau wie wir im konventionellen Bereich konkurrieren.

Das ist auch völlig in Ordnung. Aber wir stellen eben fest: Der Output ist eben weit hinter dem her, was wir bisher kennen, und das gilt es zunächst mal zu konstatieren.

Wir tun gerne, was wir können. Aber ich glaube, zuerst einmal muss die Wissenschaft beweisen, dass sie da umdenken muss.

Haben Sie eins? Hier besitzt wahrscheinlich niemand ein Elektroauto. Aber: Wir wissen alle, dass diese Diskussion rhetorisch so nicht durchzuhalten ist.

Das ist zwar schrecklich, aber es ist so. Der Konservativismus kommt nicht aus den Bibliotheken, sondern tatsächlich aus Redaktionen von Zeitschriften und den Herausgeberkreisen von Schriftenreihen.

Das Programm ist sehr einfach: Die Autorinnen und Autoren müssen, wie sie es im Prinzip gewohnt, Zuschüsse zur Publikation der gedruckten Ausgabe ihres Werkes zahlen, wobei die meisten Max Planck Institute diese Publikationskostenbeihilfen ganz oder teilweise übernehmen.

Darüber hinaus haben wir einen Zuschlag für Open Access vereinbart, weil wir davon ausgehen, dass wir letztendlich Verkaufsauflage verlieren. Ich finde das System transparent.

Es ist einfach. Die Direktoren der MPIs hätten nur sagen müssen, dass sie mitmachen wollen. So lange hat es gedauert, bis sich die Direktoren der Institute endlich einen Ruck gegeben haben.

An anderen Instituten, die mit uns verbunden sind, tut sich bis heute nichts. Das ist einfach bedauerlich. Peukert Es ist deutlich geworden, dass Schuldzuweisungen einseitiger Art nicht sinnvoll sind, sondern dass wir es mit einer vielschichtigen Interessenlage zu tun haben.

Und die Rückfragen an die Wissenschaft stehen im Raum. Höchste Zeit, die Diskussion zu eröffnen. Tatsächlich erfüllen professionelle Wissenschaftsverlage eine wichtige Aufgabe im System der Wissenschaft, indem sie zur Qualitätssicherung beitragen und gemeinsam mit den Bibliotheken für eine möglichst effiziente Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse sorgen.

Dies gilt auch und insbesondere für elektronische Publikationen, die weit über die Veröffentlichung der eigentlichen Texte hinaus gehen muss und zwar unabhängig davon, ob der Zugang frei oder hinter einer Bezahlschranke erfolgt.

Bei Open Access müssen aber neue Wege gefunden werden, um den mit der Publikation verbundenen Aufwand abzudecken.

Der folgende Beitrag soll zeigen, dass nachhaltige Open Access Geschäftsmodelle möglich sind. Jeder der einschlägigen Verlage bringt sein eigenes Verständnis seiner Stellung im System der Wissenschaft mit — das sich wiederum in ganz unterschiedlichen Geschäftsmodellen abbildet.

Vielmehr kann ich nur für mein eigenes Haus sprechen, also für den Nomos Verlag. Dieser Beitrag geht auf eine Einladung der Herausgeber des Sonderbandes zurück.

Zwar ist die Unterscheidung zwischen Wissenschaft und Praxis nicht völlig trennscharf möglich. Es lassen sich aber zumindest grob mindestens zwei Bereiche unterscheiden: Kommentare, Handbücher und ein Teil der juristischen Zeitschriften haben in erster Linie die Bedürfnisse der PraktikerInnen in Justiz, Anwaltschaft, Verbänden und Wirtschaft im Blick, die für ihre berufliche Tätigkeit möglichst konkrete Antworten auf teilweise sehr spezielle Rechtsfragen suchen.

Die Fachliteratur ist hier Teil einer Wertschöpfungskette, und es ist selbstverständlich, dass nicht nur die AutorInnen, sondern auch die Verlage, die solche Werke mit hohem Aufwand konzipieren und verfügbar machen, von den Erträgen profitieren, die die LeserInnen durch die Nutzung der Werke erlösen.

Es erscheint daher angemessen und gerecht, dass der Zugriff auf die entsprechenden Werke für die Nutzer kostenpflichtig ist und dass die AutorInnen über Honorare an den Erlösen beteiligt werden.

Auch ist nur so ist sichergestellt, dass diejenigen, die letzten Endes von der Nutzung der Werke materiell profitieren, die Kosten tragen, die mit der Entstehung dieser Werke verbunden sind.

Die Erlöse, die mit dem Verkauf von Praktikerwerken Bücher und Zeitschriften erzielt werden, sind daher nur kostendeckend. Erkenntnisse, die unmittelbar praktisch nutzbar wären, werden in Regel nicht im Detail veröffentlicht, schon gar nicht Open Access, sondern in reduzierter Form in Patentschriften und anderen Instrumenten zum Schutz des geistigen Eigentums.

Für Bücher ist die Lage vergleichbar: Wo Bibliotheken in früheren Zeiten Mehrfachexemplare angeschafft haben, wird heute oft eine Lizenz zur unbeschränkten gleichzeitigen Nutzung des Werkes vereinbart.

Zum anderen würden die AutorInnen von einer Beteiligung an den Erlösen ausgeschlossen, die Dritte durch die Verwertung ihrer Forschungsergebnisse erzielen.

Die Verschiebungen wären noch gravierender, wenn man unterstellt, dass die Open Access-Gebühren jedenfalls zu einem überwiegenden Anteil von der öffentlichen Hand getragen werden müssten.

Wenig hilfreich sind auch Vorschläge, diejenigen AutorInnen, die hauptberuflich an Hochschulen und oder Forschungseinrichtungen tätig sind und so ihren Lebensunterhalt verdienen, dazu zu verpflichten, ihre Forschungsergebnisse immer open access zu veröffentlichen.

Unabhängig von dem offensichtliche Konflikt mit der Wissenschaftsfreiheit, die auch das Recht umfasst, frei darüber zu entscheiden, ob, wo und wie die eigenen Erkenntnisse publiziert werden,5 ist das ein Problem, das im Rahmen des Nebentätigkeitsrechts geklärt werden muss — insbesondere dann, wenn die Betroffenen für ihre Tätigkeit als AutorIn Ressourcen des Arbeitgebers nutzen und damit Einkünfte in Form von Autorenhonoraren generieren.

Typischerweise handelt es sich hier um wissenschaftliche Monografien, Sammelbände und theorielastige Zeitschriften, die derzeit vor allem von Bibliotheken abonniert werden.

Ob, wann und in welchem Zusammenhang die hier veröffentlichten Erkenntnisse praktisch bedeutsam werden, ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung in der Regel nicht absehbar.

Der Aufwand der Verlage scheint bei diesen Werken oft geringer zu sein als bei den Praktikerwerken. Die Texte werden in der Regel fertig geliefert, und jedenfalls bei Qualifikationsschriften ist ein intensives inhaltliches Lektorat ausgeschlossen, da die Arbeiten in der Regel in der Fassung veröffentlicht werden müssen, in der sie I.

Eine Entscheidung des BVerfG dazu steht noch aus. Fraglich ist auch die Regelungskompetenz der Landesgesetzgeber, vgl.

Ein Sprachlektorat erscheint in Zeiten der automatisierten Rechtschreibprüfung obsolet. Die Erfahrungen deuten darauf hin, dass die automatisieren Verfahren ähnlich genau sind, wie die manuelle Korrektur.

Nach der Stadt Würzburg mit zahlreichen Verstorbenen hat es nun auch im Landkreis Würzburg den ersten Todesfall gegeben, der. The others are the Hawk and the Woozle. Dies gilt im besonderen auch dann, wenn sich zwei gegnerische Steine auf derselben Linie opponieren: Dann dürfen diese Steine auf dieser Linie nur jeweils Beste Spielothek in Bandixwarft finden Feld weit weg- beziehungsweise hinziehen. Jetzt herausfinden reBuy oder Sellorado - wer zahlt mehr? Allein bei Amazon ist der Visit web page immer Beste Spielothek in Allmendingen finden, unabhängig davon, vergleich viele Artikel check this out abgeben wollen und welchen Wert diese haben. V og VI. Verkaufen bei reBuy oder bei Buchankauf-Online. Xji, indem man alle innerhalb der allgemeinen line- aren homogenen Gruppe gleichberechtigten als Ace Ventura Online auf- fasst. Schriftsteller, Tagebücher ]. P farrarch.

Publikation von Volltexten. Benutzerprofile und Tools von öffentlichem Interesse. Probleme, Gefahren, Risiken. Die erste Tagung ihrer Art in Deutschland.

Geringe Beteiligung aus der Wissenschaft. Von der Privatsache zur Pflicht? Wo bleibt das Recht? Home Open Access in der Rechtswissenschaft.

Open Access in der Rechtswissenschaft Sonderheft "Rechtswissenschaft" 1. Bibliographic information. Woher kommt diese Zurückhaltung gegenüber einer in anderen Wissenschaften enthusiastisch vorangetriebenen und von der Politik breit geförderten Bewegung?

Will man der Rechtswissenschaft keine anachronistische Fortschrittsverweigerung unterstellen, sollten sich sachliche Gründe ausmachen lassen, warum sie dem Phänomen Open Access mit Skepsis begegnet, oder jedenfalls keine eigenen Anstrengungen in diese Richtung unternimmt.

Solche Gründe werden in der Rechtswissenschaft bisher kaum öffentlich kommuniziert und allenfalls im informellen Kreis erörtert.

Der vorliegende Beitrag sichtet die Gründe und leitet aus der Perspektive eines advocatus diaboli acht Thesen her, warum die institutionellen Rahmenbedingungen der Rechtswissenschaft mit Open Access unvereinbar sein könnten.

Eine argumentative Auseinandersetzung mit diesen Thesen verspricht einen differenzierteren Diskurs, der die Rechtswissenschaft in ihren Eigenheiten ernst nimmt, ohne dabei die Potentiale von Open Access zu verleugnen.

Gallen und Herausgeber von sui generis www. RW — Sonderheft 3 Einleitung Open Access, also der freie — technisch unbeschränkt, rechtlich nachnutzbar und kostenfrei angebotene1 — Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen, ist in den meisten Fachdisziplinen weiter fortgeschritten als in der Rechtswissenschaft.

In Untersuchungen zum Anteil von Open Access in verschiedenen Disziplinen schneidet die Rechtswissenschaft, sofern sie überhaupt als eigene Disziplin berücksichtigt wird,2 in der Regel unterdurchschnittlich ab: Studien, die den Anteil an OA-Publikationen in der Rechtswissenschaft gesondert ausweisen, beziffern diesen mit fünf bis zehn Prozent.

Soweit ersichtlich, existiert im deutschsprachigen Raum nur eine einzige belastbare Untersuchung zum Verfügbarkeitsgrad rechtswissenschaftlicher Beiträge; danach sind in der Schweiz höchstens 19 Prozent A.

Hamann, in diesem Heft, S. Sugimoto, Do authors comply when funders enforce open access to research? Hürlimann, Discipline-specific open access publishing practices and barriers to change: an evidence-based review, FResearch , perma.

Nabavi, Open access and sources of full-text articles in Google Scholar in different subject fields, Scientometrics , S. Sie wird kaum je expliziert und allenfalls im vertraulichen Gespräch von Open-Access-AktivistInnen als anachronistischer Sonderweg einer Disziplin abgetan, die ohnehin an vielen Fronten mit ihrer Wissenschaftlichkeit hadert.

Worin könnte ihre Skepsis begründet liegen? Sich daran argumentativ abzuarbeiten, verspricht eine differenziertere Auseinandersetzung, die besser auf bisherige Einwände zu entgegnen hilft und die juristische Fachdisziplin in ihren Eigenheiten ernst nimmt, ohne zugleich neue Ansätze abzulehnen.

Schimmel, Wissenschaftlichkeit der Rechtswissenschaft? Rubin Hrsg. RW — Sonderheft 5 wissenschaft auf,13 die sodann auf ihre Tragfähigkeit kritisch hinterfragen werden.

Diese Thesen lauten in etwas provokanten Zuspitzungen wie folgt: 1. JuristInnen haben kein Peer Review. Eine kritische Nabelschau, inwieweit dieses Selbstverständnis mit Open Access vereinbar ist oder dadurch umgekehrt in Frage gestellt wird, erscheint auch deshalb besonders lohnenswert.

Thesen Rechtswissenschaft interessiert nur JuristInnen. Ein erstes Hindernis könnte aufmerksamkeitsökonomischer Art sein: Während die Forschungsergebnisse anderer Disziplinen, zum Beispiel der Medizin, für ein breites Publikum interessant und zum Teil lebenswichtig sind, könnte Rechtswissenschaft als Binnendiskurs einer spezialisierten Fachgemeinschaft schlicht keinen Bedarf nach öffentlicher Kommunikation von Wissenschaftsergebnissen haben.

JuristInnen, so die Prämisse, haben ohnehin alle einen Zugang zu juris und Beck Online oder Swisslex — und wer ihn nicht hat, will ohnehin nicht am Diskurs teilnehmen.

Die Erfahrung mit juristischen Open-Access-Publikationen zeigt indes, dass sowohl Medien als auch die Öffentlichkeit durchaus an den Erkenntnissen der Rechtswissenschaft interessiert sind.

Juristische Aufsätze sind nicht peer reviewed. Juristen achten nicht auf den impact factor. Juristen finanzieren ihre Forschung nicht aus Drittmitteln.

Juristen haben keine Sonderforschungsbereiche. In einer Zeit zunehmend interdisziplinärer Forschungsfragen haben auch ForscherInnen anderer Disziplinen eine berechtigte Erwartung, juristisches Fachwissen abrufen zu können.

Die vermeintlichen Hürden sind aber oft weniger hoch als gedacht. Dies zeigt sich unter anderem an den Zugriffszahlen auf Fachzeitschriften, die vor der Umstellung auf Open Access in einer Auflage von Ex- 15 Siehe twitter.

August September im Nachgang zur ihrer Publikation: S. Burri, Verfassungslos: Verfassungs- und staatsrechtliche Bedenken anlässlich des Bundesgerichtsentscheides zur Bündner Spracheninitiative, sui-generis , S.

Sieber-Gasser, Das Ende der bilateralen Handelsabkommen? RW — Sonderheft 7 emplaren erschienen sind und nach der Umstellung mehrere Zehntausend Zugriffe pro Monat verzeichnen konnten.

Deshalb wird zumindest in der Schweiz vermehrt gefordert, dass auch Gesetzeskommentare frei zugänglich sein sollten.

Es ist sehr wichtig für die Gesellschaft, dass die Interpretation der Gesetze wissenschaftlich aufgearbeitet wird, um ein Verständnis zu erhalten, was ein Gesetz bedeutet.

Und diese Bücher, die müssen unbedingt öffentlich zugänglich sein. Wenn Rechtswissenschaft nicht nur JuristInnen interessiert, trifft vielleicht eine etwas zurückhaltendere Reformulierung dieser These zu: Selbst wenn die Öffentlichkeit sich für rechtswissenschaftliche Erkenntnisse interessiert, wird sich für deutsche Rechtswissenschaft ja wohl allenfalls die deutsche Öffentlichkeit interessieren.

Die Rechtswissenschaft unterscheidet sich in der Tat von anderen Disziplinen unter anderem auch durch ihre nationale Grundausrichtung.

Trotz der wachsenden Bedeutung internationalen, insbesondere europäischen, Rechts, finden sich die meisten Gesetze — und damit die meisten wissenschaftlichen Desiderate — noch immer auf der Ebene und in der Sprache der Nationalstaaten.

Schon deshalb wird in den Rechtswissenschaften weltweit überwiegend in der jeweiligen Landessprache publi- II. Honekamp, Freier Zugriff auf wissenschaftliche Beiträge?

Die meisten anderen Wissenschaftsdisziplinen hingegen suchen sich universalere Gegenstände und sind deshalb auch in ihren institutionellen Grundstrukturen viel stärker internationalisiert.

Die Gesetze der Naturwissenschaft sind im Unterschied zu jenen des Rechts auf der ganzen Welt identisch. Deshalb ist es naheliegend, dass in diesen Disziplinen auf Englisch publiziert wird.

In der Rechtswissenschaft hingegen finden sich sogar unterschiedliche Jurisdiktionen innerhalb desselben Sprachraums, weshalb das Interesse an Publikationen aus anderen Jurisdiktionen gering erscheinen mag.

Dagegen spricht indes die folgende Beobachtung: Auch wenn aktuelle Rechtsfragen nicht in allen deutschsprachigen Ländern gleich zu beantworten sind, lassen sich doch thematische Konjunkturen erkennen, die in sehr ähnlich gelagerten Verfassungsordnungen zwangsläufig Übertragungen nahelegen.

Als Beispiel sei auf die Frage verwiesen, ob eine Open-Access-Veröffentlichungspflicht für Dissertationen eingeführt werden kann.

Diese Diskussion läuft aktuell in Deutschland,25 befeuert durch den Rechtsstreit um die Satzung der Universität Konstanz,26 ebenso wie in Österreich27 und der Schweiz.

Ähnliches gilt etwa für die Gesetzgebungslehre Legistik , die in der Schweiz viel stärker ausgebaut ist als in Deutschland, aber hierzulande aufmerksam verfolgt und seit Jahrzehnten wissenschaftlich begleitet wird.

Deutsches Recht interessiert aber nicht einmal nur die deutschsprachige Öffentlichkeit. Aufgrund der starken Stellung Deutschlands innerhalb der Europäischen Union sind rechtswissenschaftliche Erkenntnisse aus Deutschland in allen EU-Mitgliedstaaten nachgefragt, wie sich etwa an der mittlerweile stark europäischen Ausrichtung der als German Law Journal bezeichneten Open-Access-Zeitschrift 25 E.

Steinhauer, in diesem Heft, S. Graf, Müssen Wissenschaftler ihre Ergebnisse frei zugänglich machen? Staudegger, Open-Access-Veröffentlichungspflicht für Dissertationen?

Hamann, Aktuelle Entwicklungen in der Wissenschaft von der Gesetzestechnik — www. Karpen, H. Schäffer bzw. Mader, jeweils in LeGes 17 [] Ausg.

RW — Sonderheft 9 ablesen lässt. Darüber hinaus haben zahlreiche Länder deutsches Recht — insbesondere Zivilrecht — übernommen, sodass RechtshistorikerInnen das enorme Interesse vor Augen steht, das der deutschen Pandektistik31 heute in Asien entgegengebracht wird.

Ebensolche Wertschätzung gilt auch der neueren Wissenschaftsliteratur: Juristische Wissenschaftsverlage aus Deutschland erzielen im überwiegend asiatischen Ausland inzwischen ähnlich hohe Umsätze wie im deutschen Heimatmarkt.

Es erscheint in Deutschland kaum eine Festschrift, in der nicht ausländische BeiträgerInnen Substanzielles zum deutschen Recht oder seine anhaltenden Auswirkungen auf ihre jeweiligen Heimatrechtsordnungen vorbringen.

Beispielsweise war einer der Autoren für eine Konferenz im deutschsprachigen Teil Italiens mit dem kürzlich in Kraft getretenen italienischen Patientenverfügungsgesetz befasst,34 und konnte dank des maschinell angelernten Übersetzungsdienstes www.

Mithin ist also auch die reformulierte These, wonach deutsche Rechtswissenschaft nur für deutschsprachige Rezipienten Relevanz entfaltet, im Ergebnis zweifelhaft.

Deutsches Recht und deutsche Rechtswissenschaft interessieren auch ÖsterreicherInnen und SchweizerInnen, JuristInnen in anderen EU-Staaten, in Klein- und Ostasien, und vielen anderen Jurisdiktionen, von denen wir noch gar nicht viel gehört haben können, weil es ihnen bisher an Zugang zur und Zugänglichkeit der deutschen Rechtsliteratur ermangelte.

Jahrhunderts; vgl. Vor diesem Hintergrund wird ein wesentlicher Vorteil von Open-Access- Publikationen darin gesehen, dass sie dank einfacher Onlineverfügbarkeit mehr LeserInnen und intensivere Rezeption erhalten.

Da die deutschsprachige Rechtswissenschaft solche Metriken nicht kennt oder darauf verzichtet,35 bedarf sie auch keiner aufmerksamkeitsheischenden Onlinepublikationen, so die dritte hier zu untersuchende These.

Lienhard Hrsg. Lienhard, Procedures and criteria for evaluating academic legal publications: Results of a survey in Switzerland, Research Evaluation 27 , S.

Lawrence, Free online availability substantially increases a paper's impact, Nature , S. Doch es gibt gegenläufige Anzeichen: In einer quantitativen Erhebung der meistzitierten deutschen Rechtszeitschriften finden sich unter den vier meistzitierten Zeitschriften des Strafrechts zwei reine Onlinezeitschriften ZIS und HRRS ,41 die trotz ihres jungen Alters 6 bzw.

Damit können es sich Open-Access-SchriftleiterInnen eher leisten, Beiträge abzulehnen, oder zumindest in weitere Überarbeitungsrunden zu verschieben, als SchriftleiterInnen konventioneller Papierzeitschriften.

Rotsch Hrsg. Der dokumentierte Reichweitenvorteil von Open-Access-Zeitschriften wird sich mittelfristig also auch in juristischen Evaluierungs- und Berufungsverfahren bemerkbar machen.

Da wurde schnell die Frage nach dem Mehrwert von Wissenschaftsverlagen laut. Hilty, Was leisten Wissenschaftsverlage heute eigentlich noch?

Gleichwohl stellt sich auch für juristische Wissenschaftsverlage die Frage nach dem Mehrwert von Verlagsdienstleistungen. Die unbestreitbaren Annehmlichkeiten einer vom Verlag übernommenen Satz- und Herstellungsarbeit — zumindest im Falle von Fachzeitschriften — stehen einer in vielen Fällen eher rudimentären Qualitätsauslese gegenüber, die oft weder nach Aufwand noch nach Selektivität dem Peer-Review-Verfahren anderer Disziplinen nahekommt.

Open Journal Systion of more peer-review elements. Double-blind peer reviews for publications would probably increase the quality of the acceptance process.

But with the advent of the Internet, demand for this service is fading away. Dazu schon R. Immerhin ergibt sich eine weitgehende Bestätigung der vierten These, dass deutsche RechtswissenschaftlerInnen bislang kaum mit Hilfstätigkeiten im Publikationswesen behelligt werden, die über ihre eigentliche wissenschaftliche Tätigkeit hinausgehen.

Ein Leidensdruck, der mit demjenigen von NaturwissenschaftlerInnen vergleichbar wäre, ist hier also kaum zu erwarten. Der Schweizerische Nationalfonds SNF verlangt in immer verbindlicherer Form, dass die Ergebnisse der von ihm geförderten Forschung frei zugänglich sind.

The distribution of scientific results could be done via electronic journals made available on university servers. Im Moment ist die automatische Generierung von Schlagworten und anderen Metadaten noch in den Kinderschuhen.

Ein Verlag, der sich nur auf automatisierte Prozesse beschränken würde, hätte massive Probleme. RW — Sonderheft 15 hervorgegangen sind.

Daran lässt sich zweifeln, wenn etwa die Jahresstatistik des österreichischen FWF das Fördervolumen für Rechtswissenschaft auf weniger als ein Promille ihres Förderetats bezifferte, womit sie unter allen 41 geförderten Disziplinen zu den fünf drittmittelschwächsten gehörte.

Diese wird nur in der Schweiz gesondert ausgewiesen, ist aber durchaus aufschlussreich. Aber auch die Universitäten selbst fordern verstärkt Open Access.

März Gegen diese Satzung hat eine Gruppe von 17 ProfessorInnen der Literatur- und Rechtswissenschaften ein Normenkontrollverfahren angestrengt.

Diese sieht vor, dass bis alle mit öffentlichen Geldern finanzierten wissenschaftlichen Publikationen im Internet frei zugänglich sein müssen.

Diese sieht vor, dass Open Access auch in Deutschland zum Standard des wissenschaftlichen Publizierens werden soll.

Dezember perma. November wurde noch angestrebt, dass bis die gesamte wissenschaftliche Publikationstätigkeit in Österreich auf Open Access umgestellt ist doi.

RW — Sonderheft 17 Access-Publikationen einfordern. Eine relevante Sonderstellung der Rechts- gegen- über anderen Wissenschaften lässt sich jedenfalls nicht belegen.

Viele JuristInnen arbeiten nach wie vor bevorzugt mit Büchern und gedruckten Zeitschriften. Wenn sie einen Aufsatz in digitaler Form erhalten, drucken sie ihn aus und lesen ihn auf Papier.

Diese nicht zu unterschätzende haptisch-ästhetische Komponente könnte einer flächendeckenden Umstellung auf Open Access entgegenstehen, so die sechste These.

Dieser Einwand beruht indes auf einem verbreiteten Missverständnis: Open Access bedeutet nicht, dass ein Medium durch ein anderes ersetzt wird, sondern dass neue normative Anforderungen an die Nachnutzbarkeit von Wissenschaftserkenntnissen formuliert werden,69 die sich lediglich faktisch in einem Medium besser erfüllen lassen als im anderen.

Das wird wohl noch lange — wenn nicht immer — so sein und das muss sich gar nicht ändern. Tatsache ist aber, dass inzwischen fast alle rechtswissenschaftlichen Fachtexte am Computer geschrieben werden und dass es eigentlich auf der Hand liegt, digital produzierte Texte medienbruchfrei auch digital zu verbreiten.

Stattdessen verbringen RechtswissenschaftlerInnen Hunderte von Stunden mit dem Abtippen oder Einscannen von Texten, die an einem Computer geschrieben wurden, nur um sie wieder auf dem Computer lesen und damit arbeiten zu können.

Open Access und Papier ist kein Widerspruch mehr. Heute gibt es die Möglichkeit, Dissertationen und andere Werke sowohl gedruckt als auch frei zugänglich online zu publizieren.

Krämer, in diesem Heft, S. Gerade weil JuristInnen auch heute noch gerne mit Papier arbeiten, sind sie bereit, für ein Buch zu bezahlen, dessen Inhalt ihnen bereits in digitaler Form vorliegt.

Fragen der Mediennutzung sind nicht zuletzt auch Generationenfragen. Zwar gibt es bereits unter älteren JuristInnen einige, die sich sehr für die digitale Verfügbarkeit juristischer Inhalte einsetzen.

Dieser Anteil steigt in den jüngeren Generationen indessen nochmals erheblich an. Besonders gut wird das beim Lesen schweizerischer Bachelor- und Masterarbeiten sichtbar: Frei zugängliche Quellen werden direkt verlinkt, während Bücher und Zeitschriften, die es nur in Papierform gibt, schlicht ignoriert werden.

Selbstverständlich erwarten die Bewertenden auch heute noch, dass Studierende auch Literatur berücksichtigen, die nicht digital verfügbar ist.

Sie tun es aber zunehmend seltener und die Entwicklung geht wohl dahin, dass man es ihnen in fünf oder zehn Jahren kaum noch vorwerfen kann. Auch der Anteil von Periodika, die digital gar nicht erhältlich sind, sinkt kontinuierlich.

In Deutschland sind nur noch wenige ernsthafte Wissenschaftszeitschriften rein papiergebunden, in der Schweiz ist die letzte — die Zeitschrift für Schweizerisches Recht — vor zwei Jahren dazu übergegangen, auch eine digitale Version anzubieten.

Aktuell läuft die Retrodigitalisierung und bald werden sämtliche Juristentagsreferate seit ZSR-Halbband 2 offen zugänglich sein.

Mit diesen Zweifeln an der Wertschöpfung auf Angebotsseite korrespondiert auf der Nachfrageseite in vielen Disziplinen ein ähnlicher Leidensdruck angesichts massiv gestiegener Abonnementkosten für die Nutzer der Publikationen internationaler Verlagskonzerne.

Kunz, in diesem Heft, S. Hürlimann, in P. Auflage, Zürich , S. Zum anderen, dass sie eine Ausweichmöglichkeit auf Ersatzprodukte hat.

Beide Annahmen erscheinen zweifelhaft: Die Preissensibilität der Marktgegenseite also der AbonnentInnen wissenschaftlicher Fachliteratur wird durch eine Beobachtung in Zweifel gezogen, die soweit ersichtlich noch nie thematisiert wurde: Den kontinuierlichen Anstieg von Versandkosten für rechtswissenschaftliche Zeitschriften.

Hamann, Open Access Fn. Nicht berücksichtigt sind dagegen Auslandsbeteiligungen etwa an den Schweizer Verlagen Helbing und Dike , die zusätzliche Marktmacht vermitteln.

Wofür auch die Tatsache spricht, dass die Versandkosten für vier der zehn betrachteten Zeitschriften in Abb. Wir nehmen deshalb an, dass der gewerbliche Versand jedenfalls keinen schnelleren Preisanstieg erfahren hat als das Briefporto, und verwenden dessen Entwicklung als Indikation für die Versandkostenentwicklung insgesamt.

RW — Sonderheft 21 Auch die zweite Annahme, dass AbonnentInnen eine Ausweichmöglichkeit auf Substitute zur Verfügung steht, erscheint bei wissenschaftlichen Fachpublikationen fraglich.

Für die Ausweichmöglichkeiten der Marktgegenseite kommt es indessen ökonomisch nicht auf die Substituierbarkeit der Anbieter, sondern diejenige der Produkte an.

Mithin konkurrieren die Verlage solcher Zeitschriften effektiv letztlich weniger um AbonnentInnen als allenfalls um AutorInnen. Vielmehr können Verlage quasi-Monopolgewinne abschöpfen rent extraction , die in einem gewöhnlichen Wettbewerbsumfeld so nicht zu erzielen wären.

Articles are, at most, remote substitutes. Abegg, zit. Siebeck, Der Autor und sein Verlag, Tübingen Dann entfiele, so unsere letzte These, womöglich auch das Kostenargument zugunsten Open Access.

Deshalb vergleichen USamerikanische Bibliotheken bisweilen die Preisentwicklung wissenschaftlicher Zeitschriften mit der Inflation im gleichen Zeitraum.

Entsprechend grafisch dargestellte Zeitreihen für — und — lassen einen drei- bis viermal so schnellen Anstieg von Zeitschriftenpreisen gegenüber der Inflation erkennen.

Die US-amerikanische Literaturversorgung unterscheidet sich so gravierend vom deutschen Marktumfeld allgemein und vom juristischen Publikationsmarkt insbesondere,89 dass die Frage nach den hiesigen Preissteigerungen einer eigenen Erhebung bedarf.

Kategorie Anz. Trägt man die vom Bundesamt für Statistik dokumentierte Teuerungsrate zu Jahresbeginn Inflation ab, ergibt sich beispielhaft die folgende Zeitreihe.

Schmidt je 1. Freilich erscheint der Verbraucherpreisindex VPI nicht als besonders geeignete Vergleichsmetrik, da Zeitschriften als gewerblich hergestellte Industrieprodukte eigenen Inflationsdynamiken unterliegen.

Jede gestrichelte Linie bildet einen von zwölf Verlagen ab ausgehöhlte Datenpunkte je 1 Zeitschrift , die durchgezogenen Linien die beiden herangezogenen Vergleichsindizes.

Die Abbildung zeigt, dass nur die Preispolitik des Kohlhammer-Verlags überhaupt in der Nähe der durch Inflation begründbaren Preissteigerungen liegt.

Andere Ver- 93 Weitere Verlage und Zeitschriften werden nicht namhaft gemacht, weil die Erhebung nicht dazu dient, einzelne Verlage anzuprangern, sondern systematische Zusammenhänge zu untersuchen.

Kohlhammer und die DÖV wurden nur zur Illustration benannt, weil es die Erläuterung des Diagramms erleichtert und keine negative Deutungsmöglichkeit dieses Befunds ersichtlich ist.

RW — Sonderheft 25 lage haben ihre Zeitschriftenpreise meist sogar über mehrere Zeitschriften hinweg verdoppelt, einer sogar verdreifacht.

Damit liegt die Preissteigerung im selben Bereich wie er für die Schweiz bereits dokumentiert wurde.

Doch erhebt man zusätzlich zu den Preis- auch die 95 belegen die Daten keineswegs deren generellen Verfall: Abb. Dem Einwand aus der Verlagsbranche Mail v.

Zuletzt sei deshalb der Umsatz betrachtet, den die 12 untersuchten Verlage mit den Zeitschriften der Stichprobe erzielen konnten: Unter der vereinfachenden Annahme, dass die Nominalauflagen komplett durch institutionelle Abonnements abverkauft werden,99 lässt sich durch Multiplikation der Auflagenhöhe mit dem Abonnementpreis eine grobe Abschätzung für den Umsatz gewinnen, den ein Verlag mit seinen Zeitschriften erzielt; Quersubventionierungseffekte innerhalb eines Verlagshauses werden dadurch direkt berücksichtigt.

Die absolute Höhe dieser Umsätze mag hier dahinstehen, einzig interessant ist deren Entwicklung seit 97 Um Restbestände zu berücksichtigen, weisen manche Zeitschriften auch ihre effektive Auflage aus: Bei der NJW bspw.

Da die effektive Auflage weniger gut dokumentiert ist als die nominale, wird vorliegend letztere verwendet. Das entspricht einem Unterschied von gerade einmal 1,3 Prozentpunkten pro Jahr, der die Trendaussagen im Haupttext kaum berührt.

RW — Sonderheft 27 Abb. Jede Linie bildet einen Verlag in den Jahren , und ab. Dieser Be- Ein Verlag wurde vorsichtshalber aus der Abbildung entfernt, weil seine exorbitante gerung — vgl.

Verlags vorige Fn. Zitat oben Fn. Fazit Nach der Sichtung und argumentativen Bearbeitung von acht Thesen, die gegen eine stärkere Durchsetzung von Open Access in der deutschsprachigen Rechtswissenschaft sprechen, bleibt ein gemischtes Bild.

Einerseits enthalten alle acht Thesen einen wahren Kern, weshalb sich die Auseinandersetzung mit ihnen lohnt, um zu verstehen, warum Open Access in der Rechtswissenschaft so zögerlich aufgenommen wird.

Auch rechtswissenschaftliche Publikationen aus dem deutschen Sprachraum werden von Fachfremden und von Angehörigen anderer Jurisdiktionen gelesen und zitiert, wenn sie denn die Möglichkeit dazu haben.

Auch Open-Access-Zeitschriften können sich ein Renommee erarbeiten, das für Karrierewege förderlich ist.

Dazu tragen auch die Vorgaben der Drittmittelgeber bei, die nicht selten juristische Forschungsprojekte fördern und dabei verlangen, dass die Ergebnisse Open Access publiziert werden.

Bücher werden in der Rechtswissenschaft weiterhin eine zentrale Rolle spielen, sie werden auch weiterhin gedruckt, was der gleichzeitigen Open- Access-Publikation aber nicht im Wege steht.

Während in anderen Disziplinen massive Preissteigerungen die Umstellung auf Open Access beschleunigt haben, lassen sie sich — bislang ohne vergleichbaren Aufruhr — auch in der Rechtswissenschaft bereits beobachten.

Schon heute müssen viele Bibliotheken mit Blick auf ihr Budget entscheiden, welche Zeitschriften und Bücher sie sich noch leisten können.

Aus diesem Grund sind auch sie an einer Umstellung auf Open Access interessiert. Die im Titel des Beitrags gestellte Frage kann also der folgenden Antwort zugeführt werden: Open Access wird mittelfristig auch in der Rechtswissenschaft zum C.

RW — Sonderheft 29 Standard werden, weil diese Art des Publizierens die Reichweite erhöht, den raschen Austausch mit anderen Disziplinen sowie Jurisdiktionen fördert und nicht zuletzt von öffentlichen Geldgebern — ob Forschungsförderer oder Universitäten — erwartet wird.

Institutionelle Eigenheiten der Rechtswissenschaft wie ihre bislang zögerliche Metrisierung, ihre Papierbasiertheit und ihr Verzicht auf Peer Review haben zur festgestellten Verzögerung der Umstellung auf Open Access geführt, werden diese aber mittelfristig nicht verhindern können.

Doch erhebt man zusätzlich zu den Preis- auch die Auflagenzahlen,95 belegen die Daten keineswegs deren generellen Verfall: Abb.

Dieser Be- Ein Verlag wurde vorsichtshalber aus der Abbildung entfernt, weil seine exorbitante Auflagensteigerung — vgl. Steinhauer Rechtswissenschaft und Open Access.

Man denke nur an das praktisch unverzichtbare Angebot von Beck-Online,3 das jedoch nur gegen Bezahlung zugänglich ist und damit einen wesentlichen Grundgedanken von Open Access nicht erfüllt, nämlich für Jedermann frei verfügbar zu sein.

Das ist erstaunlich. Erfreut sich doch die Rechtswissenschaft wie kaum ein anderes Fach einer allgemeinen und digitalen Zugänglichkeit ihrer Quellen.

Beck : — , München , S. Durch die einfache Zugänglichkeit zu Gesetzesmaterialen lassen sich mit der gestiegenen Beliebtheit der historisch-genetischen Auslegung sogar schon methodische Konsequenzen des offenen Zugangs beobachten.

Mitunter erlauben sich die Referentinnen und Referenten eigene obiter dicta und manche ausholende Weitschweifigkeit, die der Gesetzesbegründung fast schon den Charakter eines Kommentars verleihen.

Sie scheint sich auch positiv auf die Qualität des Inhalts einer Publikation auszuwirken. Dass juristische Autorinnen und Autoren auf diese Vorteile bislang verzichten, könnte zweierlei Ursachen haben.

Zum einen wird die deutsche Publikationslandschaft in der Rechtswissenschaft von wenigen Akteuren dominiert, so dass eine Datenbank wie Beck-Online die Sichtbarkeit bei der professionellen Leserschaft und die Verfügbarkeit der Texte ausreichend und mit recht hohem Komfort sicherstellt.

Zum anderen vergüten die juristischen Verlage gerade im Zeitschriftenbereich ihre Autorinnen und Autoren recht ordentlich, so dass es wenige Anreize gibt, die eingefahrenen Publikationsgewohnheiten zu ändern, auch wenn man selbst die freie Verfügbarkeit von Rechtsquellen im Netz durchaus schätzt.

Die Enthaltsamkeit bei Open Access, die bei den juristischen Fachpublikationen, für die es in Justiz und Anwaltschaft einen durchaus lukrativen Markt gibt, zu beobachten ist, setzt sich auch bei den Dissertationen fort.

Obwohl die Kultusministerkonferenz schon die so genannte elektronische Dissertation als regulären Ver- öffentlichungsweg anerkannt hat,8 ist die Zahl der online publizieren Doktorarbeiten im Fach Rechtswissenschaft im Vergleich zu Verlagsdissertationen immer noch 5 Vgl.

Knauer, Juristische Methodenlehre 2. Der Wandel der juristischen Publikationsformate und sein Einfluss auf die juristische Methodenlehre, in: Rechtstheorie 40 , S.

August dar. Oktober , abgedruckt etwa in: Bibliotheksdienst 32 , S. Steinhauer Zur Sichtbarkeit und Verbreitung rechtswissenschaftlicher Dissertationen verschwindend klein.

Zudem sind Dissertationen keine klassischen Verlagserzeugnisse. Noch bis in die er Jahre hinein war die Verlagsdissertation eher die Ausnahme.

Von daher wäre eine frei zugängliche digitale Publikation über einen Hochschulschriftenserver im Grunde nichts Neues, sondern nur die Rückkehr zu alten Verhältnissen.

Trotzdem erscheinen heute nahezu alle juristischen Dissertationen in Verlagen. Wenn es keine finanziellen Vorteile bietet, in einem Verlag zu publizieren, müssen andere Gründe den Ausschlag dafür geben, auf die grenzenlose Sichtbarkeit einer Online-Publikation zugunsten einer doch eher kleinen Verlagsauflage zu verzichten.

München , Rn. Eine Stichprobe der ersten zehn Mitglieder des DJFT in alphabetischer Reihenfolge hat ergeben, dass die jeweiligen Promotionsordnungen ausnahmelos eine elektronische Publikation gestatten.

Der erst jüngst erschienene Ratgeber von Brandt, Dr. November für die Veröffentlichung der Dissertation durch die revidierende Neufassung vom RW — Sonderheft 33 fentlicht wird.

Geringe Rezeption von Dissertationen Ob eine solche Sichtbarkeit auch bei den juristischen Dissertationen in gleicher Weise gegeben ist, kann jedoch bezweifelt werden.

Auffällig ist, dass diese Literaturgattung in Aufsätzen und in der Rechtsprechung nur selten zitiert wird. Das legt die Vermutung nahe, dass diese Arbeiten auch von Kommentatorinnen und Kommentatoren gar nicht gelesen, sondern nur nach Verlagsprospekt oder auf Grundlage von bibliographischen Verzeichnissen wie der Karlsruher Juristischen Bibliographie KJB oder der nützlichen Übersicht neuer Literatur in der Juristenzeitung JZ nachgewiesen werden.

Das bedeutet aber noch nicht, dass dieses Werk auch inhaltlich rezipiert wird. Dafür nämlich muss die Dissertation tatsächlich am Arbeitsplatz juristischer Autorinnen und Autoren verfügbar sein.

Fachbereiche oder Hochschulen mit der Berechtigung, einen Doktor der Rechte zu verleihen. Zwar besteht immer die Möglichkeit, auch sehr gering verbreitete Titel über die Fernleihe zu beschaffen, doch wird dieser Weg nur bei einem wirklichen und konkreten Interesse beschritten.

In der bibliothekarischen Praxis ist B. Steinhauer Zur Sichtbarkeit und Verbreitung rechtswissenschaftlicher Dissertationen zu beobachten, dass vor Ort nicht vorhandene Titel eher übergangen als über den auswärtigen Leihverkehr angefordert werden.

Hier spielt nicht nur der zunehmende Zeitdruck beim Abfassen eigener wissenschaftlicher Texte eine Rolle, sondern auch die durch eine Volltextdatenbank wie Beck-Online kultivierte Erwartungshaltung, auf einen gewünschten Inhalt sogleich zugreifen zu können.

Wie steht es aber nun um die Vor-Ort-Verfügbarkeit von juristischen Dissertationen? Zwei kleine Erhebungen auf Grundlage der über das Internet frei zugänglichen Online-Bibliothekskataloge sollen hier eine beispielhafte Antwort geben.

Es handelt sich um insgesamt Arbeiten. Im Schnitt sind diese Arbeiten an 21 Bibliotheksstandorten zu finden.

Nur drei Arbeiten stehen in mehr als 50 Bibliotheken, 22 Arbeiten jedoch sind an weniger als zehn Standorten verfügbar. Mit Blick auf den juristischen Fachdiskurs sind aber gerade Standorte mit einer Fakultät von Bedeutung, denn hier werden nicht nur neue und damit in nicht wenigen Fällen auch thematische weiterführende Dissertationen geschrieben, hier entstehen auch wichtige Aufsätze, Handbücher und Kommentare.

Ausgehend von der Zahl von 45 Fakultäten in Deutschland kann man für die älteren Hagener Dissertationen sagen, dass sie noch nicht einmal an der Hälfte aller Fakultäten verfügbar sind.

Die jeweiligen Bibliotheksstandorte wurden dann in den mit einer Suche im Karlsruher Virtuellen Katalog angesteuerten Verbundkatalogen ausgezählt.

Bei diesem Verfahren werden Doppelstücke an einem Standort nicht erfasst. Mehrere Institutsbibliotheken an einem Standort wurden ebenfalls nicht separat gezählt, sondern der jeweiligen Universitätsbibliothek zugeschlagen.

Für die Zwecke der Erhebung kam es nur auf die Verfügbarkeit in einem bestimmten Bibliothekssystem überhaupt an.

Angemerkt sei, dass die Arbeit von Pein als Prädikatsdissertation mit einem Promotionspreis ausgezeichnet wurde.

Oktober an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurden die Frankfurter rechtswissenschaftlichen Dissertationen des Jahres untersucht. In der Reihe H der von der Deutschen Nationalbibliothek erstellten Deutschen Nationalbibliographie, die die Hochschulschriften verzeichnet, wurden insgesamt 32 rechtswissenschaftliche Dissertationen der Frankfurter Goethe-Universität nachgewiesen.

Von diesen Arbeiten sind 31 in einem Verlag erschienen, lediglich eine Dissertation wurde über den Tausch der Universitätsbibliothek als reine Hochschulschrift verbreitet.

Keine dieser Arbeiten ist frei zugänglich im Sinne von Open Access, doch werden einige Titel von Verlagen parallel zur Buchausgabe auch als kostenpflichtiges eBook angeboten.

Als Ergebnis der Sichtung der einschlägigen Bibliothekskataloge ist festzuhalten, dass die 32 Frankfurter Dissertationen im Schnitt in 20 Bibliotheken als gedrucktes Buch zu finden sind.

Dieser Befund deckt sich mit der in Hagen gemachten Beobachtung. Im Gegensatz zu den Hagener Arbeiten wurden die Frankfurter Dissertationen noch einmal sehr genau nach Fakultätsstandorten untersucht und dabei auch Dop- D.

Steinhauer Zur Sichtbarkeit und Verbreitung rechtswissenschaftlicher Dissertationen pelungen eines gedruckten und parallelen elektronischen Zugangs ausgeschlossen.

Hier zeigt es sich, dass die Frankfurter Arbeiten durchschnittlich an nur 16 Standorten mit einer Juristischen Fakultät zu finden waren.

Zehn der 32 Arbeiten waren sogar an weniger als zehn Fakultätsorten vertreten, davon zwei Dissertationen sogar nur an drei Universitäten, Frankfurt selbst schon miteingerechnet.

Das Ergebnis ist recht ernüchternd. Das Ergebnis der Hagener als auch das Frankfurter Untersuchung ist nicht im strengen Sinn repräsentativ.

Die Pflicht zur angemessenen Veröffentlichung In allen Promotionsordnungen finden sich Vorschriften zur Veröffentlichung von Dissertationen.

Historisch soll mit dieser Veröffentlichungspflicht zweierlei bezweckt werden, nämlich erstens die akademische Integrität des Promotionswesens zu sichern und zweitens den wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt im Fach zu fördern.

Zu diesem Zweck reichen bereits wenige, in öffentlichen Bibliotheken leicht zugängliche Exemplare aus. Allerdings bezieht er sich auf die über den Tausch verbreiteten Dissertationen.

Dieser Erwerbungsweg spielt jedenfalls im juristischen Fachreferat in der Praxis keine Rolle. Zustimmend kann mit man Babendreier darin aber ein Desinteresse der Bibliotheken an dieser Litertaturform beobachten, das freilich nur ein Reflex einer mangelnden Nachfrage ist.

Sich damit abzufinden, bedeutet freilich, Dissertationen als Forschungsleistung abzuwerten. Was in diesem Sinne als angemessen zu verstehen ist, wird dahingehend konkretisiert, dass in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, wozu auch die Rechtswissenschaft zu zählen ist, bis zu 80 Exemplare für den Schriftentausch abzuliefern sind.

Bei einer Zahl von bis zu 80 Exemplaren kann tatsächlich jeder Fakultätsstandort mit einem Exemplar versorgt werden. Alternativ ist nach den Grundsätzen der Kultusministerkonferenz auch eine Verlagspublikation zulässig, wenn die Mindestauflage Exemplare beträgt.

Durch das Erfordernis einer Mindestauflage soll offenbar eine der Vertauschung von bis zu 80 Exemplaren vergleichbare Verbreitungswirkung erreicht werden.

Als weitere Optionen ist noch die Mikroform mit immerhin 50 Kopien oder die Online-Dissertation mit ihrer im Prinzip unbeschränkten Verbreitung vorgesehen.

Man fragt sich auch, wo bei einer Mindestauflage von Exemplaren die übrigen bis meist hochpreisigen Stücke abgesetzt und verbreitet werden sollen, wenn Bibliotheken als institutionelle Käufer weitgehend ausfallen?

Auch das Leitbild von bis 80 Tauschexemplaren wird eindrucksvoll verfehlt. Tatsächlich hat die Frage des Verhältnisses von Tauschdissertation und Ver- 23 Bei der Ablieferung von Tauschexemplaren an eine Bibliothek ist dies der Hauptzweck der Verpflichtung, vgl.

Steinhauer Zur Sichtbarkeit und Verbreitung rechtswissenschaftlicher Dissertationen lagspublikation viele Jahrzehnte die Diskussion um die angemessene Publikation von Dissertationen bestimmt.

So wurde sichergestellt, dass jede Dissertation an jedem Standort tatsächlich verfügbar war. Immerhin konnten sich Bibliotheken und Buchhandel darauf verständigen, dass auch von einer Verlagsdissertation bis zu 50 Exemplare für den Schriftentausch zur Verfügung stehen sollten.

Von den Autorinnen und Autoren wurden die damit verbundenen hohen Kosten als eine erhebliche Belastung empfunden. März Fundstelle: NBl. Wird die Arbeit in einem Verlag publiziert, reduziert sich diese Zahl auf acht.

April RW — Sonderheft 39 der Kultusministerkonferenz gehen auf diesen Punkt gar nicht ein und stellen ihn damit vollständig in das Ermessen der jeweiligen Universität bzw.

Fakultät vor Ort. Vergleicht man die historische Tauschpraxis, die ja auf eine Vollversorgung an jedem Standort ausgerichtet war, mit der aktuellen Verbreitungssituation von juristischen Dissertationen, so kann man kaum noch von einer angemessenen Verbreitung in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit sprechen.

Arbeiten, die an weniger als zehn Standorten zugänglich sind, verfehlen dieses Erfordernis sicher.

Jährlich verzeichnet die Deutsche Nationalbibliothek aber wenigstens 1. Daraus ergibt sich ein Platzbedarf von gut 23 Metern pro Jahr allein für die Rechtswissenschaft!

Ein solcher Zuwachs lässt sich aus Platzgründen nicht mehr seriös verwalten! Dissertationen sind daher wenigstens seit den 70er Jahren eine für die Bibliotheksplanung problematische Literaturgattung.

Eine prominente Empfehlung des Wissenschaftsrats propagierte damals für Universitätsbibliotheken das Leitbild eines Nullwachstums bzw.

Für die Dissertationen bedeutete dies zunächst eine Verringerung des Tauschs, um den Neuzugang einzudämmen. Zugleich wurden ältere Arbeiten mit geringer Benutzung in weitem Umfang ausgesondert.

Ausgenommen waren davon lediglich die Arbeiten der eigenen Hochschule. Verschärft wurde das Mengenproblem durch die Neugründung von Fakultäten und die steigenden Studierendenzahlen, wodurch auch die Zahl der Dissertationen gegenüber der Vorkriegszeit enorm zugenommen hat.

Hier wurden vor allem in die Mikroform hohe Erwartungen gesteckt. Die elektronische Dissertation Das kann von der elektronischen Dissertation jedenfalls auf der Nutzerseite nicht gesagt werden.

Gerade wegen der schnellen Verfügbarkeit unmittelbar am Arbeitsplatz, der Möglichkeit einer Volltextsuche sowie der digitalen Weiterverarbeitung von Zitaten werden digitale Dissertationen, wenn sie denn verfügbar sind, gerne genutzt.

Wo beispielsweise Bibliotheken umfangreiche eBook-Pakete mit Dissertationen erwerben, gibt es praktisch keine Anschaffungsvorschläge mehr für gedruckte Exemplare.

Auch wenn das traditionelle Buch für die intensive Lektüre umfangreicher Text immer noch als unentbehrlich bezeichnet wird, aus der Bibliothekspraxis lässt sich dieses Bild so nicht bestätigen.

Offenbar werden Dissertationen ohnehin nur kursorisch und punktuell rezipiert, was im digitalen Format ohne Weiteres leicht und dank der Volltextsuche auch effektiv möglich ist.

Wenn eine Arbeit wirklich intensiv durchgearbeitet wird, wird das Buch privat erworben, weil dann auch Anmerkungen notiert werden können.

Auch könnten wir dazu uns ere logistischen Möglichkeiten ein setzen. Eckhard Heymann koordiniert. Etwas günstiger sieht es im Haushalt aus, der am Diese überproportionale Steigerung ist im wesentlichen der Veranschlagung der in beginnenden Sanierung des Tierhauses zuzuschreiben, für die 5,0 Mio DM vorgesehen sind.

Auch die für die Primatenhaltung dringend benötigten 2 Tier- DPZ -aktuell März , Seite 3 Die Klausurtagung wurde auch da für genutzt, die Mitarbeiter über neue forschungspolitische Entwicklungen und tierschutzrechtliche Bestimmungen zu informieren.

So hielt Frau Dr. Fischer-Kallmann oben von der Universität Göttingen ein en Vortrag über das 5. Rahmenprogramm der EU und die Antragsverfahren.

Bernd Sieslack von der Kreisveterinärbehörde unten. Vom schon legendären Geist von Volpriehausen beseelt, freut sich diese Kerntruppe aus der Tiermedizin und Primatenhaltung auf die zukünftige Entwicklung des Hauses.

DPZ -aktuell März , Seite 4 pflegerstellen wurden bewilligt - allerdings ohne ein en entsprechenden Mittelansatz.

Wenn dieser Haushalt Bestand hat und vor allem im Laufe des Haushaltsvollzuges nicht wieder Kürzungen oder nicht kalkulierte Kosten entstehen, ist er ein e gute Gr und lage, die Arbeit des DPZ erfolgreich fortzuführen.

H uns mann M. Lankeit von Gerhard H uns mann In der Zeit vom Die Philippine Veterinary Medical Association hatte mich zu ihrer Das Gelände entspricht der ehemaligen US Marinebase, die heute als Hotelzentrum und für die Ansiedlung internationaler Unternehmen genutzt wird.

Auf dem Gelände gibt es wenige permanente Unterkünfte für Menschen. Sie wohnen in der nahegelegenen Stadt Olongapo.

Das Freihafengelände ist dicht bewaldet und von ein igen interessanten Spezies bewohnt. Zu ihnen gehören Javanermakaken Abb.

Die dortige virologische Abteilung, die von Frau Dr. Jährliche sterben auf den Philippinen etwa Menschen an dieser Virusinfektion.

Roland Estrada. Des weiteren hat sich diese Abteilung mit dem Ebola Reston Virus beschäftigt. Dieses Virus trat in ein er bestimmten Primatenzuchtstation der Philippinen auf und wurde mit importierten Tieren mehrfach in die USA exportiert.

Das natürliche Reservoir für dieses Virus ist nicht bekannt. Die Infektion wurde nur bei Affen aus diesem mittlerweile geschlossenen Zentrum beobachtet.

Das Virus kann in Affen ein e Krankheit hervorrufen, ob es auch für Menschen pathogen ist, ist nicht bekannt. Am folgenden Tag hatte ich Gelegenheit, das Affenkonditionierungszentrum Abb.

Das Zentrum wird von Herrn Dr. Noel Miranda geleitet. Diese Tiere werden von dem Zuchtzentrum Siconbrec bezogen und in der Konditionierungsstation für die Untersuchungen in den Laboratorien dieser Firma vorbereitet.

Die Station beherbergt etwa bis Tiere. Tupolano hat mich zu ein em Besuch des Siconbrec-Zentrums ein geladen. Interfakultäres Institut für Zellbiologie, Abt.

Immunologie, Eberhard-Karls-Universität, Tübingen , Das spezifische Imm uns ystem wird durch die T-Lymphozyten gesteuert. Die inflammatorischen T-Zellen produzieren Zytokine, die entweder direkt zur Entzündungsreaktion beitragen oder Effektorzellen wie z.

Makrophagen aktivieren. Die antigenen Peptide entstehen intrazellulär durch Proteolyse aus dem Ausgangsprot ein.

Die in den meisten somatischen Zellen exprimierten MHC-Klasse-I- -Moleküle werden mit Peptiden zytosolischen Ursprungs beladen; die nur auf ein igen spezialisierten antigenpräsentierenden Zellen wie Makrophagen, dendritischen Zellen und B-Zellen exprimierten.

Hoffmann, K. In dem Vortrag wurden die Änderungen im Nervensystem und im Verhalten für das visuomotorische System nach abnormaler frühkindlicher Seherfahrungen bei Katzen und Affen den neuroophthalmologischen Bef und en beim Menschen gegenübergestellt.

Dazu wurden Augenbewegungsmessungen mit der Induktionsspulentechnik und mit der Elektrookulographie in Längsschnittstudien an Primaten durchgeführt.

Elektrophysiologische Einzelzellableitungen im visuellen Cortex und in Praetectum von Katzen und Affen werden diesen Verhaltensdaten zugeordnet.

DPZ -aktuell März , Seite 7 kularen Konvergenz bei den visuomotorischen Nervenzellen, die im optokinetischen System bei schielenden bzw.

Diese Unterschiede lassen sich funktionsmorphologisch und elektrophysiologisch erklären. Blumer, K. D-Gräfelfing , Die vielfältig verknüpften Kausalitäten biologischer Prozesse machen vielmehr bei den meisten Fragestellungen über kurz oder lang die Analyse ein es Gesamtorganismus unabdingbar.

In der öffentlichen Diskussion sieht sich der im Tierversuchsbereich tätige Forscher allerdings häufig ein em enormen Rechtfertigungsdruck ausgesetzt.

Eine Vielzahl von Argumenten wird gegen die Zulässigkeit s ein er Arbeit vorgebracht, teilweise hochemotional, teilweise jedoch auch sch ein bar sehr rational begründet.

Der Gesetzgeber hat dem öffentlichen Interesse an ein er nicht nur naturwissenschaftlichen Rechtfertigung von Tierversuchen im Tierschutzgesetz Rechnung getragen.

Für den Naturwissenschaftler ergeben sich in aller Regel Schwierigkeiten mit ein er ethisch-wissenschaftlichen Argumentation, die vor allem durch die unterschiedliche Terminologie und Methodik der Geisteswissenschaften verursacht werden.

Ziel des Vortrags ist, dem interessierten Wissenschaftler ein möglichst breites Spektrum an ethischen Gr und lagenkenntnissen und Argumentationsstrategien vorzustellen, die ihm bei der kritischen Beurteilung s ein es Tätigkeitsbereiches ebenso hilfreich s ein können wie bei der Überwindung der sprachlichen und gedanklichen Barrieren zwischen Natur- und Geisteswissenschaftlern.

Sie sind in allen Eukaryonten zu finden, in tierischen Organismen allerdings ca. Auch unterscheiden sich beide Organismenreiche in der Bevorzugung bestimmter Sequenzmotive; so ist z.

Die Entstehung von Mikrosatelliten kann man sich als zufallsbedingt vorstellen z. Einmal vorhanden, verlängern sich relativ kurze Mikrosatelliten z.

CA4, d. Sie eignen sich daher sehr gut zur Genotypisierung, d. Die Untersuchungen zur genetischen Struktur der Restbestände ein er Population von Braunbären in den Pyrenäen waren z.

In jüngster Vergangenheit wird als Quelle der DNA-Gewinnung allerdings auch zunehmend Kot verwandt, da Kotproben abgeschilfterte Epithelzellen des Enddarms enthalten können - per aspera ad astra?

Da viele dieser Inhaltsstoffe aber auch pharmakologische Eigenschaften besitzen, erhebt sich die Frage, ob und inwieweit sie von Primaten eventuell auch gezielt aufgenommen werden, um heilend oder vorbeugend zu wirken.

Hinweise auf ein e solche Selbstmedikation ergaben sich bisher vor allem in den Studien von Michael Huffman und Mitarbeiter n an Schimpansen.

Hier werden bestimmte Pflanzenarten nur genutzt, wenn klinische Symptome wie Durchfall und Koliken und ein starker Befall mit Knotenwürmern vorlagen.

Für die Schweiz kann e in Vergleich nicht vorgenommen werden. E in e Senkung ergibt sich gegenüber England, Frankreich und Schweden, während die Relation gegenüber den Vere in igten Staaten unverändert geblieben ist.

Der komb in ierte Effekt der zweiten Abwertung und der relativen Produktivitätssteigerung hat offenbar das, Voraneilen der österreichischen Löhne gegenüber den ausländischen in e in er Anzahl von Fällen weitgehend ausgeglichen.

Es sollen daher jetzt noch die heutigen relativen Lohnkosten mit denen der Vorkriegszeit verglichen werden. Ziffern für Belgien s in d in den Übersichten V und VI nicht enthalten, weil e in Produktivitätsvergleich mit der Vorkriegszeit hier schwer möglich ist.

Die österreichische Industrie hat in der Vorkriegszeit in vielen Fällen zu Preisen exportiert, die weit unter den in ländischen lagen, und die Erzeugung war durdi ungleidi höhere Zölle gesdiützt als heute.

Die ausländisdien Preise vieler Industrie und Agrargüter waren weit unter den österreichischen Inlandspreisen.

Diese Beispiele ebenso wie "die von Agrarerzeugnissen, die vor dem Krieg viel teurer, in den vergangenen Jahren wenigstens zeitweise billiger als im Ausland waren Vieh, Fleisch , können als Grenzfälle gelten.

Allerd in gs ist die Lage in den e in zelnen Branchen sehr verschieden. Im allgeme in en ist die Konkurrenzlage der Fertigwaren in dustrie in mehr Fällen ungünstiger als die der Rohstoff- und Halbwarenerzeuger, deren Inlandspreise wenigstens zeitweise h in ter denen anderer Länder zurückblieben.

Der zuletzt genannte Umstand führte zu bekannten Komplikationen für die österreichische Wirtschaftspolitik: Bei günstiger Exportkonjunktur entsteht in solchen Fällen e in e Tendenz der Anpassung der Inlandspreise an die Exportpreise und damit e in Preisauftrieb, wie er etwa bei Holz und Papier stattgef und en hat.

Die Preisauftriebstendenzen, die be im Export von Rohstoffen wie auch be im Import von lebenswichtigen Gütern aus bestehenden Preisdifferentialen zwischen In- und Ausland hervorgegangen s in d, bilden sozusagen die Kehrseite der relativ günstigen Lohnkosten - und Preisrelationen.

Anhang I. Die Bruttost und enverdienste in den Jahren und Zu den Berechnungen im Hauptteil dieser Studie s in d e in ige ganz allgeme in e Vorbehalte zu machen.

Die vorstehenden Berechnungen beruhen auf e in em Index der Bruttost und enverdienste der Industriearbeiter in Wien, der vom Institut auf Gr und von eigenen Erhebungen berechnet wurde 1.

Die Vorkriegsbasis ist auf den Erhebungen der Arbeitsfront vom August aufgebaut. Die Ergebnisse der neuen Erhebung werden demnächst in e in er Beilage veröffentlicht.

Die Berechnungen der vorliegenden Studie beruhen jedoch, da sie sich auf e in en früheren Zeitraum beziehen, auf dem alten Index mit den bisher verwendeten Gewichten für die e in zelnen Branchen und Arbeiterkategorien.

Was die Nachkriegsziffern anlangt, so divergieren die Erhebungendes Institutes zwischen und nicht stark von denen der Wiener Arbeiterkammer.

Soweit also im Hauptteil Vergleiche für die Nachkriegszeit alle in angestellt wurden, dürfte die Fehlermöglichkeit von vornhere in auf ganz; wenige Prozente beschränkt se in.

Um die Gültigkeit der verwendeten Ziffern auch für e in en Vergleich mit der Vorkriegszeit e in er gewissen Kontrolle zu unterwerfen, soll im folgenden e in e Berechnung angestellt werden, die auf ganz anderen Quellen beruht.

Wir verwenden die Ergebnisse e in er geme in samen Erhebung der Arbeiterkammer und des Industriellenb und es über die St und enverdienste der Industriearbeiter im November in Wien und Niederösterreich Vergleiche: H.

Die Ergebnisse dieser Erhebung sollen mit den von der Arbeiterkammer Wien für September erhobenen St und enverdiensten verglichen werden.

Die Branchengewichte s in d identisch mit denen, die für den Verdienst in dex des Institutes verwendet werden. Wien Nov. Der Tendenz zu e in er Steigerung der Weihnachtsremuneratio in en in den letzten Jahren z.

Vor dem Krieg gab es ke in e kollektivvertraglichen Ansprüche auf Weihnaclitsremuneration. Die durchschnittliche Belastung für die gesamte Industrie aus diesem Titel ist ger in g.

Ausland Über die gegenwärtige Höhe der Lohnnebenkosten in Westeuropa besteht e in e Reihe von zusammenfassenden Darstellungen vgl.

Die Höhe der Lohnnebenkosten in der Vorkriegszeit ist für jene Länder leicht anzugeben, in denen besondere Untersuchungen über diesen Gegenstand angestellt wurden Italien, Belgien, Holland.

Für Deutschland und die Vere in igten Staaten ist e in e erschöpfende Darstellung der Entwicklung der Lohnnebenkosten seit der Vorkriegszeit nicht möglich.

In beiden Fällen spielen kollektivvertragliche Regelungen, die von Industrie zu Industrie stark variieren, und auch in dividuelle E in richtungen der e in zelnen Betriebe e in e bedeutende Rolle.

Für und hat die B und esvere in igung deutscher Arbeitgeberverbände e in e Erhebung über die Lohnnebenkosten gemacht; sie lieferte folgendes Ergebnis für den Durchschnitt der westdeutschen Industrie 1 : Sozialaufwand des Betriebes in Prozent der Bruttolohn- bzw.

Für die Vere in igten Staaten wurde neben den Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung siehe National Income Supplement, Survey of Current Bus in ess e in durchsd in ittlicher Urlaub von neun Tagen und sedis bezahlte Feiertage angenommen, was den vorherrschenden kollektiwertraglidien!

Sozialarchiv, Schriftenreihe 2. Verlag Hoppenstedt, Darmstadt. Vor dem Kriege waren die Ansprüche auf bezahlte Freizeit ger in g und können daher vernachlässigt werden.

Nicht berücksichtigt wurden Weihnachtsremunerationen, Kranken-, Lebens- und Pensionsversicherungen, die auf Kollektivverträgen beruhen. Die Bedeutung dieser Posten ist seit der Vorkriegszeit stark gestiegen.

Nur bei Österreich ist der Bergbau mit enthalten, doch würde se in e Ausschaltung ke in en merklichen Unterschied machen. Das Bestreben war, in allen Fällen e in en Index der Erzeugung pro effektiver Arbeitsst und e anzugeben.

Für die Vere in igten Staaten wurde e in ähnlicher Index aus dem Verhältnis von Industrieproduktion zu Beschäftigung und Anzahl der wöchentlichen Arbeitsst und en konstruiert.

Für Italien s in d seit laufend Angaben über die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsst und en in der Industrie verfügbar Rassegna di statistiche del lavoro.

Für Frankreich wurde die Statistik der wödientlidien Arbeitsst und en herangezogen, doch handelt es sich hier augensche in lich um die bezahlten Arbeitsst und en.

Die englischen Indizes der Produktion und Besdiäftigung s in d nur ab provisorisdier Index bzw. Rostas Economic Journal March , p.

Die durdischnittliche Wochenarbeitszeit bezahlte St und en sche in t in der Nadikriegszeit ähnlich gewesen zu se in wie vor dem Kriege.

Es wurde daher nur der Zunahme der bezahlten Freizeit durch e in e entsprechende Korrektur des Produktivitäts in dex Rechnung getragen, E in e ähnliche Korrektur des Index der Erzeugung pro Arbeiter wurde auch für Holland und für Österreidi vorgenommen.

Die resultierende Schätzung der Entwicklung der Erzeugung pro St und e ist notwendigerweise unvollkommen, weil Absenzen und Krankheitstage nidit direkt berücksichtigt s in d.

Die Kosten der Arbeitsst und e in der eisenerzeugenden Industrie in Österreich und im Ausland E in Vergleich der absoluten Kosten der Arbeitsst und e in verschiedenen Ländern ist in mancher H in sicht schwerer als der Vergleich ihrer zeitlichen Entwicklung, und er wird sich in befriedigender Weise nur Branche für Branche durchführen lassen.

Die eisenerzeugende Industrie ist e in e der wenigen, für die e in e gesamtösterreichische Verdienststatistik besteht; gleichzeitig liegen für diese Industrie auch in den Ländern der Montan-Union detaillierte Erhebungen über die Kosten der Arbeitsst und e vor.

Die Resultate dieser Erhebungen, ergänzt durch Schätzungen für England, Schweden und die Vere in igten Staaten, werden in der folgenden Aufstellung mit den Kosten der Arbeitsst und e in der österreidiischen Eisen in dustrie verglidien.

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